Plastik macht Buben femininer

Plastik macht Buben femininer - © Ermolaev Alexandr - Fotolia

Chemische Substanzen in Plastik verändern das Gehirn von männlichen Säuglingen und macht sie weiblicher. Weichmacher sind erneut unter Beschuß, doch die Industrie weist Gefährlichkeit zurück.
Chemische Substanzen in Plastik verändern das Gehirn von männlichen Säuglingen und macht sie weiblicher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der University of Rochester im International Journal of Andrology.

Konkret geht es um die Phthalate, die als Weichmacher in zahlreichen Kunststoffen verwendet werden. Seit einigen Jahren sind diese Substanzen in Kinderspielzeug in der EU verboten.

Die Studie

Phthalate sind gesundheitlich problematische Verbindungen, da sie im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken. Die Forscher hatten Urinproben von werdenden Müttern ab dem vierten Monat auf Phthalate untersucht. Die Mütter brachten 74 Buben und 71 Mädchen zur Welt. Das Forscherteam begleitete die Kinder bis ins Alter von vier bis sieben Jahren und interessierten sich für die bevorzugten Spielsachen der Kleinen.

Das Ergebnis

DEHP und DBP veränderte das Spielverhalten der Kinder. Buben, die schon im Mutterleib erhöhten Werten der beiden Substanzen ausgesetzt waren, zeigten weniger Interesse an Autos, Flugzeugen, Spielzeugwaffen oder Kampfspielen.

Obwohl die Phthalate in Spielzeugen verboten sind, gibt es immer noch eine Vielzahl von Produkten, in denen sie verwendet werden. Dazu gehören etwa Kunststoffmöbel und Verpackungsmaterialien. Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass PVC-Duschvorhänge und Vinylböden möglicherweise solche Substanzen abgeben.

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