Unser Zeltlager

Schwule Kurzgeschichten

Diese Erzählung entspricht nur zum Teil dem, was wir wirklich erlebt haben, und die Namen sind natürlich erfunden.

Vier Stunden lang strampelten wir drei achtzehnjährigen Freunde: Heiner, Walter und ich, der Frieder, über die Berge, ehe wir leicht überhitzt am Ziel unserer Sehnsucht ankamen: an einem grossen See, den wir von früheren Besuchen schon recht gut kannten. Am Ufer des Sees stellten wir unsere Fahrräder in die Büsche und packten als erstes unsere Feldflaschen aus, um uns nach der Schweiss treibenden Fahrt am Tee zu laben. Danach suchte ein jeder in seiner Radtasche nach seiner Badehose; denn wir freuten uns alle Drei auf ein erfrischendes Bad.

„Wozu eine Badehose?“ fragte Heiner, „wir sind doch unter uns, und weit und breit kein anderer Mensch! Schwimmen wir doch im Adamskostüm!“ „Ich weiss nicht, ob mir dabei wohl wäre“, antwortete Walter, und Heiner konterte: „Aber bei der Schwanzparade auf dem Schulausflug vor drei Jahren hast Du doch auch mitgemacht.“ Walter wandte dagegen ein: „Ja, ja, aber damals hatten wir ausser Max alle noch ausgesprochen kindliche Schwänzchen, und wenn Max nicht dazu gedrängt hätte, weil er mit seinen spriessenden Schamhaaren prahlen wollte, hätte sich keiner von uns mit herunter gezogener Hose produziert. Heute besitzen wir aber wahrscheinlich alle drei voll entwickelte Geschlechtsorgane und ein entsprechend ausgeprägtes Schamgefühl.“ „Das ist doch gerade ein guter Grund, dieses Gefühl zu überwinden, um zu schauen, ob wir tatsächlich alle drei schon Männer sind“, lachte Heiner und schob seine Shorts mitsamt dem Slip hinunter. Sein Schwanz von beträchtlicher Grösse und sein Hodensack hingen schlaff zwischen seinen Schenkeln.

„Tatsächlich, Dein Penis lässt sich sehen und Dein Sack ist auch schon ordentlich gefüllt“, anerkannte ich spontan, „aber auch meine Männlichkeit ist nicht von Pappe.“ Und um dies zu beweisen, entblösste auch ich meinen Pimmel. Heiner klatschte in die Hände und sagte: „Ja, Frieder, auch Du darfst Dein Gerät mit Stolz zeigen.“ Und sodann zu Walter: „So, mein Lieber, aller guten Dinge sind drei, ziere Dich nicht länger und zeig uns, wie weit sich in den drei Jahren, die seit der Schwanzparade verstrichen sind, Dein Schwanz entwickelt hat.“

Weil sich Walter weiterhin zurückhielt, trat Heiner hinter ihn und riss ihm mit einem Ruck seine Hosen bis unter die Knie. „Aha, Dein Penis ist ja schon halb steif; ist das der Grund, dass Du Dich so verschämt gegeben hast?“ fragte ich. „Ein Jüngling in Deinem Alter braucht sich doch nicht zu schämen, wenn er eine Latte hat. Das habe ich jeden Morgen, wenn ich erwache“, lachte Heiner. „Ich manchmal auch“, gestand Walter, „aber ich weiss gar nicht, was das bedeuten soll.“ „Das werden wir heute Abend am Lagerfeuer diskutieren“, schlug Heiner vor, „lasst uns jetzt zuerst zur Abkühlung in die Fluten tauchen!“ Er sprach es, zog sich ganz aus und stürzte ins Wasser. Frieder tat es ihm gleich, und endlich überwand auch Walter seine Scham und folgte seinen Freunden.

Nach einer ausgiebigen Planscherei kehrten wir zu unseren Fahrrädern zurück, zogen unsere Shorts an, streiften uns ein T-Shirt über und suchten uns am Rand des nahen Waldes einen ebenen Platz für unser Zelt. Wir errichteten es gleich, pumpten unsere Luftmatratzen auf und räumten unsere Habseligkeiten unters Zeltdach. Danach begaben wir uns auf eine erste Erkundungstour. Wie es sich für den Frühsommer gehört, beobachteten wir auf dem zahlreichen Wasservögeln, die Junge aufzogen, und Feld und Wald waren erfüllt vom Gesang der Vögel.

Danach kehrten wir zu unserem Zeltplatz zurück und teilten uns in die Arbeit ein: Heiner radelte ins nächste Dorf, um Einkäufe zu tätigen, Walter schlug sich in die Büsche, um Brennholz zu sammeln und ich bereitete die Lagerfeuerstelle vor und improvisierte eine Kochstelle. In einer Gamelle kochten wir eine Spargelsuppe und am Feuer briet jeder seine Wurst als Beilage zu ’Suppe mit Brot’.

Über marvin 1336 Artikel
Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen