Tramper

Schwule Kurzgeschichten

Mitfahrer (1)

Kurz vor der Autobahn stand ein junger Mann und hatte in der Hand ein Schild „PL – Krakow“ Automatisch hielt ich an. Wobei in den letzten Jahren hatte ich kaum einmal einen Tramper mitgenommen. Warum ich hier einfach angehalten hatte? Wahrscheinlich weil er mir gefallen hat. Er hat eine tolle Figur, blonde lockige Haare, die ihm etwas zersaust auf dem Kopf sind. Im gebrochenem deutsch fragt er mich, wie weit ich ihn mitnehme. Ich sage ihm, dass ich auch bis Krakau fahren will. Wenn er sich benimmt, würde ich ihn bis dahin mitnehmen. Als Reaktion sieht er mich etwas verwirrt an. Ich wiederhole es ihm auf Polnisch.
„Toll, dass sie polnisch sprechen, da fühle ich mich gleich besser.“
„…und ich fühle mich bei so einem tollen Kerl auch ganz gut“ murmle ich in meinen nicht vorhandenen Bart.
Er fragt mich, was ich gesagt hätte, grinst dabei aber, scheint doch was verstanden zuhaben. „Es ist wird sehr heiß werden. Leider hat mein Auto keine Klimaanlage.“
„Macht nichts“, meint er „ wir werden schon klarkommen. Zur Not können wir auch nackt fahren“, grinst er mich an.

Ich denke so bei mir, „dich würde ich zu gern nackt sehen“
„Ich heiße Tomek und Du?“
„Ich heiße Dieter“
Die Zeit bis zur Grenze verging ganz schnell. Wir unterhielten uns über alles Mögliche. Er studierte in Berlin Germanistik und war auf dem Weg nach Hause.
An der Grenze allerdings mussten wir eine Weile in der Sonne stehen. Es wurde unerträglich heiß. Tomek zog sein Hemd aus. Ach ja, er hatte einen Oberkörper wie ich ihn liebe, muskulös, mit gut ausgeformten Muskeln, auch seine Brust hatte schöne Formen und schöne Zitzen, wie sie halt ein schöner Mann haben kann.

„Können wir hinter der Grenze im Wald noch mal halten? Möchte mich noch etwas freien machen“
„Willst also nackend weiter fahren?“
„Hättest Du etwas dagegen?“
„Ich weiß nicht“
So richtige Parkplätze gab es damals auf der Autobahn noch nicht. Also fuhren wir einen Waldweg rein. Er zog ein Badetuch aus der Tasche und legte es über den Sitz und dann zog er sich aus, wie ich aus den Augenwinkeln sah. Er hatte nicht nur einen tollen Oberkörper, sein ganzer Body war perfekt und einen Knackarsch hatte er! Dann zog er sich nur ein paar leichte Shorts an.
Genau das gleiche hatte ich auch vorgehabt und machte es auch.
„Du geht’s wohl ständig ins Fitnessstudio?“
„Wie kommst Du darauf?“
„Na so wie Du gebaut bist?“
„So wie ich gebaut bin gefalle ich Dir wohl?“
„So ist es. Siehst gut aus, schön muskulös und nicht so ein Muckiman, der sich vor Kraft kaum bewegen kann. Mir gefallen halt schöne Männer“
„Mir auch. Du gefällst mir auch.“
„Na so mit Muskeln bin ich ja nicht..“
„Sind ja nicht nur Muskeln, die gefallen, die Augen, das Lächeln, das Ganze drum und dran“.
Dabei legt er mir die Hand auf den Oberschenkel „ein Mann halt“
Dann streicht er mir am Schenkel entlang.

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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