TOM-Auszüge aus meinem Krimi

Schwule Kurzgeschichten

Auszüge aus meinem unveröffentlichten Krimi:
Aber er hatte doch noch keinen Feierabend. Er ging noch zu dem Weg, der zwischen der Brunnenstraße und dem Weinbergsweg durch die Anlage führte. Er wollte doch mal sehen, ob dort Stricher standen. Es standen dort keine Stricher, nur ein einzelner junger Mann lehnte sich an einen Laternenpfahl. Blonde zersauste lockiger Haare, in engen Jeans und einer offenen Jacke, sodass man seine Brust bewundern konnte und einiges in der Hose erahnen. Er sah Sommer abschätzend an, aber schien ihn nicht für einen potentiellen Kunden zu halten. Als Sommer an ihn heran ging, schaute dieser etwas gehetzt nach links und rechts, fasste sich dann aber in Schritt.

„Keine Angst schöner Mann, ich wollte nur was fragen.“
„Blasen heute zum Sonderpreis -30 Euro.“
„Wollte nur was fragen.“
„Von Fragen werde ich nicht satt!“
„Dann lade ich Dich zum Essen ein.“
„Und was für eine Frage“ und nach einem Seitenblick „kommt heute eh keiner mehr.“
„Also ich bin der Rupert und Du?“
„Tom“
„OK, Tom, ich suche jemanden. Warst Du gestern Abend auch hier?“
„Kann sein.“
„Also hör mal, was hältst Du davon wenn wir mal Richtung Kneipe zum Essen gehen und uns dort unterhalten?“
„Können wir machen, Moment“ Und Tom zog seine Jacke aus und holte aus seinem Rucksack ein T-Shirt, das er sich über den Kopf zog.
„Geiler Body“ meinte Sommer anerkennend.
„Danke, ist mein Kapital“
„Hast bestimmt auch noch anderes vorzuweisen.“ Und als sich Tom in Schritt fasste, meinte Sommer: „Dachte eher an Kopf!“ Nun ja, es war schon eine erstaunliche Beule in den engen Jeans, die einiges erahnen ließ. Aber Sommer hatte ja kein Interesse am Angebot des Jüngelchens.
Es gab viele Kneipen in der Gegend und sie fanden einen Tisch, der etwas abseits von den anderen stand.
„Such Dir was aus, egal wie viel und auch was zu trinken“ bot Sommer Tom an.
„Also los, was willst Du von mir. Bin nur mitgekommen, weil wohl kein Geschäft mehr zu machen ist und ich pleite bin. Wenn Du kein Sex willst – Brauchst jemanden zum Quatschen? Und warum spendierst Du mir was zu Essen?“
„Na vielleicht, weil es mir auch mal so ging. Bin mit 15 immer wieder von zu Hause weg, und wie kommt Mann zu Geld!?“
„Damals war es bestimmt einfacher, nicht so viele Billigsklaven aus dem Osten.“
„Ja das kann sein, aber so was ist nie einfach.“
„Also was willst Du?“
„Ich kleiner ehemaliger Stricher bin jetzt bei der – “ und hier hielt er Tom am Arm fest „nicht erschrecken – bei der Mordkommission und ich suche Zeugen. Da in der Nähe, wo Du gestanden hast, haben wir einen Toten gefunden.“
„Ein Stricher, Freier oder Penner – Opfer oder Täter?“ meinte Tom.
Tom konnte Sommer nichts weiter berichten, denn er war am Vortag fündig geworden und war gegen 11 Uhr mit einem Freier weg.
Nach dem Essen fragte Sommer Tom: „Und wo wirst Du heute Nacht schlafen?“
„Na vielleicht bei Dir, wo Du so großzügig bist und quasi ein Kollege …“
Sommer dachte kurz nach. Warum sollte er den Jungen nicht bei sich schlafen lassen. Er sah noch nicht abgewrackt aus, nahm sicherlich keine Drogen.
„Hör mal, wäre kein Problem, ich habe ein Gastzimmer. Aber da muss ich sicher sein, dass Du schon über 18 bist, damit mich keiner anpissen kann.“
„Denke Du willst mit mir keinen Sex, da ist es doch egal.“
„Für mich schon, aber man weiß nie.“
Indem zog Tom einen Zettel aus der Tasche: „Hier eine Kopie, trage nie Original mit!“
„Also im Januar bist Du 18 geworden. Ok.“
Als sie bei Sommer ankamen, meinte dieser: „Du kannst gern die Dusche benutzen. Handtücher liegen im Bad. Du kannst auch gern Deine Klamotten in die Waschmaschine schmeißen, dann kommen sie in Trockner und Du hast alles wieder.“

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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