Straight to gay

Schwule Kurzgeschichten

Nach langer Zeit wollte ich mal wieder mit einem sehr guten Freund ins Kino gehen. Er war natürlich sofort einverstanden und wir einigten uns auf einen Film, der schon etwas länger in den Kinos gezeigt wurde. Er war im Prinzip ein toller Freund, man konnte jede Scheiße mit ihm durchziehen, doch hielt ihn seine Freundin ziemlich oft in Schach. Es war also etwas Besonderes, einen Abend wieder nur mit ihm verbringen zu können.

Markus war zwar mindestens einen halben Kopf kleiner als ich, dafür aber durchtrainiert und muskulös. Wenn es darum ging wer von uns der stärkere sei, würde das mit Sicherheit er sein. Das soll jetzt allerdings nicht heißen, dass ich ein Schwächling war, ich hatte nur nicht so viele Muskeln vorzuweisen wie er.

Wir trafen uns schließlich an einem Samstagabend am Hauptbahnhof der Stadt. Von dort weg fuhren wir mit den öffentlichen Linien weiter zum Kino- und Unterhaltungscenter. Am Bahnhof bereits, kauften wir uns jeweils ein Bier und eine Bacardi-Flasche auf Wunsch von Markus. Er sagte er werde sie mit in das Kino schmuggeln und dort in unser Cola schütten. Ich war von seiner Idee sofort überzeugt.

Beim Kino angekommen, waren wir bereits ziemlich spät dran, deshalb kaufte Markus die Karten und ich holte zwei große Cola und Popcorn, dann trafen uns wieder vorm Eingang zum Kinosaal. Mit Begeisterung erzählte mir Markus, er hätte noch zwei Karten in der letzten Reihe – mittig ergattert. Noch fröhlicher war er, als er erfolgreich die Flasche mit hochprozentigem Alkohol in den Saal schmuggelte und wir im überraschend leeren Kino platz nahmen. Nur wenige Personen saßen in den Reihen vor uns, weshalb wir ohne Probleme den Alkohol in unsere Becher mit Cola füllen konnten. Bis zum Start des Action-Horror-Filmes kamen keine weiteren Besucher mehr in den Saal, wodurch die letzten drei Reihen allein uns gehörten. Natürlich blieben wir aber in der hintersten Reihe sitzen und wurden langsam aber doch immer betrunkener. Nach circa einer Stunde hatte ich bereits so viel Alkohol intus, dass es mir nicht mehr möglich war, die Handlung des Filmes zu verfolgen und zu verstehen.

Doch das Schlimme an der Sache war, dass ich erst die Hälfte des Becherinhaltes geleert hatte. Ich fragte Markus, wie es bei ihm so stand und er antwortete mir, dass es ihm noch recht gut ginge. Mit meinem betrunkenen Kopf saß ich nur noch da, starrte auf die Leinwand und war über die spannenden Szenen überrascht. Es war erst etwa die Hälfte der Zeit um, doch ich hatte jetzt schon so einen Druck in der Birne, dass ich mir sicher war, es nicht mehr lange durchzustehen.

Plötzlich schlug mir Markus mit der Hand auf meinen linken Oberschenkel und sagte motiviert: „Alter, ich bin so froh mal wieder mit dir zu saufen!“ Darauf musste ich lachen und erwiderte dasselbe. In meinem Rausch bemerkte ich zunächst gar nicht, dass er seine Hand nicht mehr wegnahm. Erst als seine Hand langsam immer weiter in Richtung meiner Hüfte rutschte, weckte er meine Aufmerksamkeit. Ich sah der Aktion eine Weile lang zu, doch als er kurz vor meinem Intimbereich war, stoppte ich Markus augenblicklich und verlangte nach einer Erklärung. Doch bis auf heiße Luft kam nicht viel aus seinem Mund. „Bist du schwul? Oder wieso greifst du mir hierher?“ „Das war doch nur freundschaftlich“, antwortete Markus verlegen. „Die Freundschaftszone hast du schon dreimal überschritten“, sagte ich empört. „Tut mir leid, ich bin doch schon etwas betrunkener als ich dachte“, gab er als Ausrede bekannt.

Es herrschte wieder Funkstille, ich war einfach zu wenig schlagfertig, um jetzt noch etwas zu antworten. Doch dann sagte Markus: „Kann ich dir ein Geheimnis anvertrauen“ „Wenn es nicht um das von gerade eben geht“, antwortete ich etwas mürrisch. „Doch, eigentlich schon“, sagte er darauf. Ich gab ein genervtes ächzen von mir und sah ihn fragend an. Etwas stotternd fing er an: „Also…ich bin nicht so hetero wie du vielleicht denkst.“ „Im Moment denke ich, das du stockschwul bist“, antwortete ich. „Nein, ich bin auch nicht schwul…ich bin mehr…beides“, sagte Markus mit blasser Stimme.
„Also bist du bi.“
„Ja genau.“
„Und was kann ich da jetzt dafür?“
„Naja, ich hab kaum Möglichkeiten meine Bisexualität ausleben zu können, erst recht nicht mit meiner Freundin an der Seite.“
„Ja und weiter“, fragte ich.
„Wir sind gute Freunde und jetzt hab ich eben gehofft, naja du weißt schon…dass ich…“
Ich unterbrach ihn und stellte seinen Satz zu Ende: „Du willst jetzt deine schwule Ader an mir auslassen?“ Er sah mich an, gab ein klares Handzeichen und sagte: „So ist es.“
„Kannst du vergessen“, antwortete ich und drehte mich wieder dem Film zu.
„Ach komm schon, bitte“, flehte er mich an.
„Wie stellst du dir das überhaupt vor?“
Er antwortete: „Also, ich hole ihn dir aus der Hose und blase dir dann einen.“
„Du bist einfach nur geisteskrank“, antwortete ich und blickte wieder auf die Leinwand.
Doch Markus gab nicht auf und bettelte weiter: „Komm schon. Blowjob ist Blowjob. Denk dir einfach, es wäre ein hübsches Mädchen und genieße es.“

Über marvin 1336 Artikel
Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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