Schwule Seemannsromantik

Schwule Kurzgeschichten

Martin kannte das Schiff, das dort am Horizont aufgetaucht war. Er sah es immer Näher kommen und selber versuchte er dem ganzen aus dem Weg zu gehen – die Gedanken auf anderes zu richten, zu hoffen, dass die nun unweigerliche Begegnung ausbleiben würde. Doch glauben tat daran niemand mehr. Martin wusste, dass dies das Schiff eines Mannes war, in dem er seit Jahren verliebt ist, an dem er in stillen Stunden dachte. Er kannte die Flagge von Kapitän Samuel Winniger, genannt der blutige Sam.

Martin stand alleine am Kiel und beobachtete, wie sein Schiff die Wellenberge hinauf driftet, um dann in der tosenden Gischt zu versinken, die sein Gesicht mit dem sprudelnden Seewasser benetzte. Ohne Frage ein belebendes Gefühl, doch Martins Augen waren in ganz anderen Spähen versunken. Seine Mannschaft eilte über Deck und niemand störte den Kapitän – sie alle wussten von der bewegenden Vergangenheit und sie spürten, dass dem Kapitän eben jene Vergangenheit mit jeder Seemeile die das Schiff des blutigen Sam heranrückte näher kam.

Was sollte getan werden? Was würde Sam machen? Martin wusste es nicht. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Sam sich an ihn erinnern vermag, er hatte ihn, Martin sicher schon längst vergessen.

Am frühen Abend war es dann soweit Martin und seine Crew konnte das Schiff Backbord an sie vorbei, in gefechtsbereiter Stellung vorbeisegeln sehen. Martin kannte die Männer an Bord nur flüchtig oder gar nicht. Von Sam war keine Spur zu sehen. Plötzlich öffnete sich die Tür welche nach Unterdeck führte und Martin bebte das Herz. Sam kam in seiner hautengen Lederrüstung und den verführerischen blonden Haaren heraus. Das weiße Lächeln das er auf den Lippen trug schien jeden an Bord zu verzaubern, aber am meisten unterlag wohl Martin diesem Todesengel der See.

Wie in Zeitlupe bewegten sich die Menschen in seiner Umgebung, als das Entern begann und die Crew ihr Schiff verteidigen musste, hoffnungslos wie Martin wohl bewusst war. Sam wusste wie man seine Crew schulte. Im Eifer des Gefechts vertieft, bemerkte Martin nicht wie Sam auf sein Schiff gekommen war, aber plötzlich stand er ihm gegenüber – alleine.
Hallo Martin, du hast dich nicht verändert kein bisschen – bisst immer noch der langsamere von uns beiden. Sam lächelte seinen alten Freund und jetzigen Feind an.

Du bist immer noch genauso grausam und schön, wie in meinen Erinnerungen Sam. Wo ist der leidenschaftliche Mann den ich einst liebte? Martin schaute ihn mit glasigen Augen ins Gesicht.

Den Mann den du suchst Martin den hat die See verschluckt, den gibt es nicht mehr. Sams Blick wurde eiskalt als er zum letzten finalen Schlag gegen seinen Feind aushob.

Lass mir einen letzten Wunsch bevor du mich tötest Sam, ich bitte dich! Flehend erhob sich Martin, um seinen Freund in die Augen zu sehen. Schenke mir einen Kuss einen letzten und ich werde dir versprechen keine Gegenwehr zu leisten.

Sam schaute Martin unsicher an, was er tun soll? dann lächelte er. Warum eigentlich nicht, um der alten Zeiten willen will ich deinem Wunsch entsprechen. Martin näherte sich sacht den Lippen von Sam und berührte sie scheu und schüchtern mit den seinigen. Dann leckte er zart aber bestimmt über Sams weiche Lippen, dieser ließ in diesem Moment das Schwert sinken und griff stattdessen um Martins Taille und zog ihn an sich heran. Eng umschlungen begann Sam seinen Freund zu Küssen und Martin schloss, in dieser Erinnerung in der Hoffnung auf die Ewigkeit des Moments, die Augen und genoss die weiche Wärme von Sams Lippen und den leichten zärtlichen Biss in dessen Unterlippe.

Sam schluckte schwer als er sich von ihm löste. Konnte er die Erinnerung einfach hinfort spülen? Konnte er den Mann töten der seine Träume jedes Mal aufs Neue leidenschaftlich heimsuchte?
Nein er konnte nicht, vielmehr wollte er seine Träume nun ausleben und sie in alter Erinnerung neu beleben.

Martin schaute in die Augen von Sam die nun nicht mehr so eiskalt waren. Vielmehr sprühten sie vor Begierde. Sam gab das Schwert an einem seiner Mannschaft weiter und zog Martin in dessen Kapitainskajüte.

Was hast du vor ? fragte er verdutzt. Du wolltest mich töten, also tue es hier und jetzt. Martin schrie Sam geradezu an, er verstand die Reaktion nicht und wollte schon wieder ansetzen zu einem Wortgeplänkel als Sam ihn rau gegen die Wand drückte und seine Lippen auf Martins Mund drückte. In Sams Händen wurde Martin wachsweich und lies es zu, dass die Leidenschaft der Beiden neu entflammte.

Wie könnte ich dir je etwas antun Martin, wie soll ich den töten den ich Liebe. Ich habe zulange auf diesen Moment gewartet und egal was ich einst zu dir sagte, das ist es was ich will. Ich will dich!

Martin konnte dem nur innerlich zustimmen und zog Sam nun weiter in die Kapitainskajüte. In der Kajüte angekommen drehte er sich auch schon um, um seinen Liebhaber die Lederrüstung abzunehmen, dabei wanderten die leidenschaftlichen Küsse über den Mund und Hals. Sam zog seinerseits das Hemd von Martin aus und warf es aufs Bett. Sacht streichelte er dessen Brust und leckte an Martins Brustwarzen die sich erotisch von seiner braungebrannten Haut dunkel abzeichneten. Er war der Inbegriff der Leidenschaft und der Begierde. Sam wollte ihn spüren und zog in zu sich heran, um seine Zunge in Martins Mund zu versenken. Sich der Leidenschaft hingebend und inbrünstig in Sams Augen sich verlierend, war es genau so, wie in seinen Träumen. Martin zog das Hemd von Sam aus als sich die Beiden für einen Bruchteil lösten. Sie konnten sich nicht trennen – zu lange haben beide auf diesen Moment gewartet.

Über marvin 1337 Artikel
Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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