RISIKO

Schwule Kurzgeschichten

Ich war 15 Jahre alt und noch absolut Jungfrau. Zwar hatte ich schon auf so mancher Teenyparty rumgeknutscht, aber das Richtige war einfach noch nicht dabei.

Außerdem habe ich einen 5 Jahre älteren Bruder und von der Seite kam dann der Anlass, der zum ersten Sex und gleichzeitig zum Rudelbums führte. Ich hatte zu meinem 15. Geburtstag ein neues Gesellschaftsspiel geschenkt bekommen: RISIKO. Noch die alte Version ohne Auftragskarte in der es nur um eines geht, die Weltherrschaft. Mein Bruder und seine Freunde waren von diesem Spiel so sehr angetan, dass sie sogar mich mitspielen ließen. Sie tranken dabei den guten ALDI-Whiskey mit Cola, aber mein Bruder passte auf, dass meine Cola ohne ALDI-Geschmack war. Wir spielten bis gegen Mitternacht und dann gingen die natürlich los. Ich musste genauso natürlich zuhause bleiben, räumte noch das Zimmer meines Bruders auf und ging dann zu Bett.

An drei Freitagen ging das so, bis ich mich mit zwei meiner Freunde am Samstag darüber unterhielt. Die waren gleich ziemlich interessiert und so verabredeten wir uns für diesen Samstagabend zum Spiel. Sie luden noch zwei Jungen ein und so waren wir zu fünft. Ich war der Jüngste mit 15, Marcel und Andre waren 16 und wirklich gute Freunde von mir. Mit Marcel war ich zusammen aufgewachsen, seine und meine Eltern waren schon lange vor meiner Geburt Freunde gewesen. Sie hatten sogar das Reihenhaus in dem wir wohnten gemeinschaftlich gebaut. Andre war dann irgendwann im Kindergarten zu uns beiden dazu gestoßen. Genau weiß ich das nicht mehr, ist auch relativ egal.
Die anderen beiden waren lange nicht so gut mit uns befreundet. Marc war Ende 16, ich kannte ihn von so manchem Fußballspiel und nur Sebastian war mir eher fremd. Ich hatte ihn schon ein paar Mal gesehen, aber er war schon Mitte 17 und gehörte nicht gerade in meine Altersklasse. Aber Marc kannte ihn und so war natürlich klar, dass er mitspielen durfte.

Marcel und ich wohnten nicht nur im gleichen Doppelhaus. Unsere Eltern waren so gut befreundet, dass wir beide zusammen einen Balkon hatten. Das hatte damals die Sache mit dem Babysitter sehr vereinfacht, denn der konnte Marcel und mich gleichzeitig beaufsichtigen. Und der Balkon hatte sogar einen separaten Zugang über den Garten. Marcel und ich hatten mein Zimmer für den Spielabend hergerichtet und auch einiges an Getränken besorgt. Sebastian brachte dann noch eine Kiste Bier mit und die schmuggelten wir über den Balkon an den Erwachsenen vorbei in mein Zimmer.
Erst einmal musste ich die Regeln erklären. Die verstanden alle ziemlich schnell und gerade wollten wir anfangen, als Sebastian fragte: „Und was ist mit denen die ihr letztes Land verloren haben?“
„Die sind ausgeschieden und können dann zuschauen wie es weiter geht.“ erklärte ich, denn so war es immer bei meinen Bruder und seinen Freunden abgelaufen.

„Das ist ja langweilig. Wie wäre es, wenn derjenige der das letzte Land an jemanden verloren hat, demjenigen der dieses Lang erobert hat, den Abend zur Verfügung steht?“
Ich weiß bis heute nicht ob die Anderen eingeweiht waren, aber ich hatte natürlich nichts dagegen, dachte mir aber auch absolut nichts dabei. Und dann ging es los. Neben der ersten Runde gab es auch das erste Bier für alle, dass wir mit Cola und Fanta noch ein wenig verfeinerten. Pur schmeckte es mir damals absolut noch nicht.

Bald war es dann soweit, Marcel hatte versucht sich in Europa festzusetzen und wie so oft klappte es nicht. Er wurde zwischen Nordamerika und Afrika aufgerieben und Andre war es, der ihm das letzte Land wegnahm. Es geschah das, was auch in meinen früheren Spielen geschehen war. Er hörte auf zu spielen und schaute zu. Nur einmal musste er für Andre seinen Radler mischen. Ich hatte mich in Australien festgesetzt und versuchte mich in Asien auszubreiten, was allerdings nicht so gut klappte. Aber der nächste der rausflog war dann Marc und Sebastian eroberte sein letztes Land. Diesmal geschah etwas anderes. Marc sollte Sebastian den Rücken massieren und der tat das auch sofort. Das sah Andre und schon gab er Marcel den Befehl, ihm auch die Schultern zu massieren. Aber erst einmal ging das Spiel weiter. Sebastian schlug sich mit Andre um Südamerika und mit mir um Asien. Eigentlich keine gute Position, aber dennoch schaffte er es sich Andre vom Leib zu halten und mich zu attackieren. Andre versuchte ihm in den Rücken zu fallen, aber er hatte absolutes Würfelpech und ich gegen die Armeen von Sebastian absolut keine Chance. So war ich der zweite, der nun Sebastian zur Verfügung stand und da er jetzt Nordamerika, Asien und Australien hatte, war der Ausgang eigentlich schon hier klar. Andre hatte nur Südamerika und Teile von Europa und Afrika. Ein Kampf auf verlorenen Posten. Aber erst einmal löste ich jetzt Marc ab, der nun für uns drei Getränke mischen sollte. Und es kam, wie ich es schon vermutet hatte, Andre verlor von Runde zu Runde mehr Länder und schon fünf Runden später gab er sich geschlagen. Wir hatten um 15 Uhr angefangen, es war noch nicht einmal 17:30 Uhr und so schlug ich ein weiteres Spiel vor, aber das wurde von Sebastian sofort abgelehnt, denn er sagte: „Jetzt will ich erst einmal meinen Sieg auskosten.“

Über marvin 1337 Artikel
Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen