Nachbarschaftsbumserei

Schwule Kurzgeschichten

Es war am darauffolgenden Donnerstag, als ich eigentlich wieder in die Firma wollte und Thomas sagen wollte, dass ich an diesem Abend wieder Bock auf einen geilen Fick mit ihm hätte. Aber erst einmal kam es nicht dazu, denn ich ging mit Andre von der Schule zurück. Am Morgen hatte es geregnet und mein Vater hatte mich zur Schule gebracht. Und Andre war von seiner Mutter gebracht worden, ebenfalls wegen dem Regen. Eigentlich fuhren wir alle mit dem Fahrrad zur Schule. Auf dem Rückweg nun gingen wir erst einmal eine ganze Weile stumm nebeneinander her. Ich spürte zwar, dass er mir immer wieder einen verstohlenen Blick zuwarf, aber seit dem abrupten Ende nach dem Risikospiel hatten wir uns kaum gesehen und überhaupt nicht gesprochen. Dann aber, es war an einer roten Ampel, an der wir allein standen, begann er doch ein Gespräch: „Ihr habt tatsächlich letztes Wochenende miteinander geschlafen?“
Ich lächelte ihn freundlich an, als ich ihm erwiderte: „Ja. Haben wir. Woher weißt Du das?“
„Marcel hat es mir erzählt. Er sagte, dass Du ganz wild warst. Ihm hat es auch gefallen, außer dass er es überhaupt nicht mochte den Penis von jemand zu stimulieren. Aber Du hättest das gerne gemacht.“
Das beschrieb die Situation ziemlich genau und auch die Beobachtungen, die ich bei Marcel gemacht hatte. Und so nickte ich einfach. Die Ampel wurde grün und wir gingen über die Straße. Erst auf der anderen Seite fragte er mich wieder: „Du bist schwul?“

Vor Überraschung blieb ich stehen, denn eigentlich lag diese Frage ja auf der Hand, aber konnte ich sie nun beantworten? Ich überlegte einige Atemzüge lang, während er neben mir stehen blieb und mich beobachtete, dann antwortete ich ihm: „Keine Ahnung. Mit Marcel, Sebastian und Marc hat es Spaß gemacht, keine Frage. Aber ich kann mir auch vorstellen mit Natalie, Sieglinde oder Susanne ins Bett zu steigen.“ Alle drei waren Schulfreundinnen von uns und mit Natalie hatte ich sogar schon auf meiner letzten Geburtstagfeier geknutscht. Ja, sie gefiel mir, wobei ich dann selbst einräumte, dass sie nicht sehr fraulich war. Ihr Busen war sehr klein, sie trug immer kurze Haare und alles an ihr war eher jungen- als mädchenhaft. Und auch die andern beiden, die ich aufgezählt hatte, zeichneten sich nicht gerade durch große Busen aus. Aber das schien er nicht zu registrieren und wir gingen erst einmal weiter. Wieder wechselten wir keine Worte, aber irgendwie schien die Stimmung zwischen uns plötzlich bereinigt zu sein. Die erste Strecke war es ein betretenes Schweigen gewesen, nun sagten wir einfach nichts, weil es nichts zu sagen gab. Dann aber, vielleicht 100 m von der Ampel entfernt, sagte Andre auf einmal: „Ich weiß nicht, aber ich würde es doch auch einmal ausprobieren wollen.“
Ich dachte sofort: ‚Mein Gott redet der jetzt geschwollen!‘

Aber ich sagte die nächsten drei Schritte nichts, sondern dachte kurz nach. Mit Marcel hatte ich wohl schon zusammen in der Wiege gelegen. Wir kannten uns schon immer. Andre war dann im Kindergarten zu uns beiden gestoßen und eigentlich hatten wir uns immer gut verstanden. Ich zuckte deshalb die Schultern und sagte leichthin: „Gut. O. K.! Wie wäre es mit Freitag? Ich frage meine Mutter ob Du bei uns schlafen kannst.“
„Echt?“ fragte er plötzlich doch wieder ängstlich.
Ich lächelte ihn an und sagte: „Du musst nicht. Aber wenn Du willst bist Du gerne zu uns eingeladen. Und wenn Du es möchtest, dann sage ich auch Marcel Bescheid und der kommt auch rüber.“
„Aber nur wir drei. … Bitte!“
Das Bitte kam mit etwas Verzögerung und ich musste wieder lachen, unterdrückte es aber so gut ich konnte. Dann nickte ich, als ich sagte: „Nur wir drei, wenn Du es möchtest. Nur wir beide, wenn Dir das lieber ist.“
„Nein, Marcel ist schon in Ordnung.“
Und jetzt ging es erst einmal wieder weiter, bis er wieder fragte: „Und wie ist es so? Ich meine, was fühlst Du wenn Marcel dich besteigt oder Du Marcel.“
Ich musste nicht einen Augenblick überlegen um ihm zu antworten: „Gut. Ich fühle mich dann ausgezeichnet. Ist besser, viel besser als wenn Du Dir einen runter holst!“
Wieder gingen wir einige Schritte schweigend nebeneinander her und es waren nur noch wenige Meter, bis er in seine Straße abbiegen müsste. Als wir dann diese Abbiegung erreicht hatten blieb er stehen, starrte auf seine Füße und sagte dann leise: „Nur wenn es Dir wirklich nichts ausmacht.“
Ich musste jetzt wieder lachen und unterdrückte es auch nicht, als ich ihm erwiderte: „Nein es macht mir nichts aus, ganz bestimmt nicht. Du kommst am Freitag zu mir, ich sage Marcel Bescheid und Du wirst nichts machen müssen, was Du nicht willst. Wenn es Dir zu viel wird, halte ich mich an Marcel und wenn dir das auch nicht gefällt, dann kannst Du gehen, wann immer Du willst!“
Erst nickte er zaghaft, dann bestimmt und dann sagte er: „Ja, gut. Ich glaube ich komme zu dir!“
„Ich freue mich.“ sagte ich und klopfte ihm auf die Schulter. Und damit trennten sich unsere Wege.

Ich ging die ersten Schritte noch gut gelaunt, bis mir dann plötzlich eine Kleinigkeit einfiel. Bisher hatten alle Gleitcreme gehabt, mit denen ich geschlafen hatte. Wir drei hatten die nicht und keiner von uns konnte in einen Sexshop gehen, um sich dort mit Gleitcreme einzudecken. Ich dachte den Rest des Weges darüber nach, aber mir fiel beim besten Willen keine Lösung ein, es sei denn ich würde einen meiner letzten Fickpartner fragen. Und da fiel mir dann erst einmal nur Thomas ein und als mir klar wurde, dass ich bei ihm wohl kaum ohne Fick an die Gleitcreme kommen würde, bekam ich bei diesem Gedanken, im Gehen schon einen Ständer. Schnell dachte ich an etwas anderes und ging genauso schnell nach Hause. Dort erwartete mich meine Mutter mit einer kleinen Überraschung. Mein Vater musste die nächste Woche auf Geschäftsreise und meine Mutter wollte ihn begleiten. Mein Bruder hatte von der Schule freibekommen und kam auch mit. Sie hatte auch meine Schule gefragt, aber die hatte abgelehnt. Ich würde also ab Montag bis Sonntag allein zuhause sein. Ich sagte ihr, dass mir das nichts ausmachen würde, aber so ganz glaubte sie mir das nicht. Denn sie sagte, dass es während ihrer Abwesenheit keine Partys geben würde, dass müsse ich ihr versprechen. Irgendwie hatte ich wohl nicht so ganz meine Vorfreude unterdrücken können. Ich wusste schon da, dass ich ein riesiges Rudelbumsen veranstalten würde: Marc und Sebastian, Marcel und Andre und Thomas und ich, uns würden die Rosetten nur so glühen. Ich versprach ihr keine Partys zu feiern und sie schien etwas beruhigt zu sein. Sie versprach mir, dass sie den Kühlschrank voll packen würde und ich für jeden Tag etwas darin finden würde, dass ich mir nur heiß machen müsste. Ich sagte ihr, dass ich damit auch zu Recht kommen würde und zur Not wären ja noch Marcel und seine Eltern da.

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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