My way to gay – 1

Schwule Kurzgeschichten

Vor fünf Jahren war ich fest davon überzeugt heterosexuell zu sein. Homosexuelle Kontakte fand ich regelrecht ekelhaft und ich hätte jegliches Veranlagungen in die Richtung weit von mir gewiesen. Der Gedanken, mit einem Mann zu knutschen, war unvorstellbar grausam. Überhaupt nicht daran zu denken, einen Schwanz zu berühren, der nicht mein eigener ist. Ich war glücklich mit einer lieben und attraktiven Frau verheiratet. Wir haben eine normale Beziehung gehabt und haben natürlich miteinander geschlafen. Zu Beginn unserer Beziehung war es anfangs sehr aufregend und wurde allerdings mit der Zeit immer langweiliger. Aus heutiger Sicht möchte ich sagen, hat sich unsere Beziehung nicht entwickelt, wobei es fraglich ist, ob meine Frau die Entwicklung, die ich gewollt hätte, mitgemacht hätte. Vermutlich wäre wohl das Ergebnis das Gleich geworden. Mich störte das immer wiederkehrende Programm mit knutschen, ein bisschen lecken und blasen sowie letztlich ficken. Ich sehnte mich nach Abwechslung, etwas verruchten, vielleicht sogar etwas perversen. Denn dieses Pervers, auch das kann ich heute sagen, bestimmt und leitet meine Sexualität. So kam meine in Vergessenheit geratene Neigung zu BDSM, die mir so namentlich noch nicht bekannt war, wieder zum Vorschein. Zunächst ging ich dieser in Büchern und bei der Selbstbefriedigung nach.

Im Zuge dessen kam ich vor ca. 10 Jahren auf die Idee, mir meine Eichel mit einem Piercing, einem Prinz Albert, verschönern zu lassen. Mir gefiel und gefällt noch heute der Gedanke, ein derartiges Schmuckstück an dieser Stelle zu tragen. Rein äußerlich werde ich eher als normaler, vielleicht als etwas steifer und spießiger, Mann wahrgenommen. Jedoch unter meiner Kleidung an einer derartigen Stelle so etwas zu tragen, erregt mich immens. Ich ließ mir den PA stechen, ohne meiner Frau etwas davon zu erzählen. Natürlich hatte ich gehofft, es würde ihr gefallen und unser Sexleben in eine etwas ausgefallenere Richtung bringen. Als ich jedoch den PA dann das erste Mal präsentierte, hielt sich die Begeisterung meiner Frau sehr in Grenzen, es war eher eine gewisse Abneigung festzustellen. Ich war enttäuscht.

Ebenso begann ich in dieser Zeit, mich am ganzen Körper zu rasieren. Mir gefiel schon immer mein Schwanz besser, wenn die Schamhaare abrasiert waren und nur noch der blanke Schwanz zu sehen war. Aber auch die Haarlosigkeit am Körper gefällt mir besser. Aus heutiger Sicht möchte ich sagen, fehlt noch dazu ein oder mehrere Tattoos, die ich jedoch aus Rücksicht zu meiner Frau, mir nicht stechen lasse, weil sie diese ablehnt.

In dieser Zeit hatte ich erste Kontakte in die SM Szene geknüpft und eine Frau sagte mir, dass sich eigentlich nur schwule devote Männer am ganzen Körper rasieren und den Schwanz piercen lassen. Dieser Gedanke war mir unangenehm. Ich war nicht schwul und war davon überzeugt, dass sich dieses auch niemals ändern würde.

Nach einer ganzen Zeit habe ich meiner Frau schließlich gestand, dass mir SM gefiel. Es war ein Schock für Sie, sie weinte bitterlich und zeriss mir das Herzu. Sie fand es trotz vieler Unterhaltung dazu ekelhaft. Es bleib schließlich kein andere Weg, wir trennten uns.

In einem Forum wurde ich eines Tages auf eine Annonce aufmerksam, in der ein Mann für einen Besuch in einer Männersauna eine männliche Begleitung suchte. Der Begriff Männersauna weckte zunächst mein Interesse. Im Internet erfuhr ich, dass in diesen Saunen sich ausschließlich schwule Männer treffen. Dass es bei diesen Treffen nicht nur platonisch zuging, war mir klar. Mich erregte der Gedanke, als heterosexueller Mann mit einem PA am Schwanz in diese Sauna zu gehen und mich der Gefahr auszusetzen, von diesen schwulen Typen angegraben zu werden. Mich dieser schwulen Gefahr auszusetzen und dabei auf die andere Seite zu geraten, machte tierisch geil und ließ mich nicht wieder los.

So ging ich schließlich ein erstes Mal in eine Männersauna in Hamburg. Ich selber war natürlich als heterosexueller Mann nur in der Sauna, um eine Milieustudie zu betreiben. Bei meinem ersten Beuch im Dampfbad konnte ich dann erstmalig Männer hören, die miteinander fickten. In der Dampfsauna gab es einen dunklen Bereich, durch den ich vorsichtig ging. Mich berührte ein Mann an meinem Schwanz, was ich nicht unangenehm fand. Trotzdem war es mir unheimlich und ich verließ die Dampfsauna wieder. In einem Kinoraum der Saunaanlage lag ich dann mit anderen Männern und sah mir meinen ersten schwulen Pornofilm an. Eigentlich mag ich keine heterosexuelle Pronofilme. Bei diesem war es anders. Dort waren tätowierte und gepiercte Ledertypen, die sich durcheinander fickten. Wir lagen auf einer Matte und ein Mann, der auf einem Treppenabsatz saß, zeigt mir seinen steifen Schwanz und wichste immer mal. Mich forderte das heraus und so holte ich auch meinen Schwanz aus dem Handtuch und zeigt ihm meinen mittlerweile steifen Schwanz.

Wir wichsten, sahen den Film und zeigten uns die steifen Schwänze. Mich machte diese Situation zunehmend geiler. Als mir schließlich das Sperma aus meinem Schwanz lief, habe ich dem Mann genau in die Augen gesehen und gehofft, er würde es registrieren, wir mir die Sahne aus dem Schwanz läuft. Es war richtig geil. Unmittelbar danach habe ich mich jedoch geschämt und war entsetzt über mich. Wie konnte das passieren, ich eine Hete und ejakuliere in einer Sauna, während mir ein schwulere Mann seinen steifen Schwanz zeigte und mir tief in die Augen schaute. Ich habe meine Sachen gepackt und bin regelrecht aus der Sauna geflüchtet. Ich schwor mir, nie wieder in die Sauna zu gehen.

von Joachim_Berlin

 

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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