Mit dem Fahrrad auf Geiltour

Schwule Kurzgeschichten

Schöne Tage sollte man ausnutzen und an die frische Luft gehen, heute ist ein solcher. Also beschloss ich mein altes Fahrrad aus dem Keller zu holen und dieses wieder flott zu machen denn es hatte schon eine Ewigkeit im Keller gestanden. Gesagt getan ich wuchtete es die Kellertreppe hinauf und begann erst einmal mit der Generalreinigung. Von der leuchtend roten Farbe war nicht mehr viel zu sehen, Luft fehlte auch in den Reifen. Ich hatte eine gute Stunde zu tun, da war das Fahrrad wieder blitzblank und konnte damit meinen Ausflug starten. Auf den Gepäckträger befestigte ich noch eine kleine Tasche, damit ich einige Utensilien mitnehmen konnte, die da waren: Kamera, Stativ, Getränk und Zigaretten.

Sonst brauchte ich heute nichts, denn das Wetter schien stabil zu bleiben. Für die Füße habe ich mir luftige Sandalen gegönnt. So schwang ich mich aufs Stahlross und radelte erst einmal probeweise durchs Dorf um zu prüfen ob alles in Ordnung war. Die Gangschaltung funktionierte, wenn auch ein bisschen schwergängig, aber das würde sich im Laufe der Zeit geben. Bremsen waren auch ok. Die Natur gehört mir, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heute wird´s natürlich, ohne alles, damit meine ich nackt.

Zunächst musste ich erst einmal ein Stückchen fahren, um in die “Einsamkeit” kommen. Zu diesem Zweck fuhr ich in den nahe gelegenen Wald. Er ist groß und von vielen Wirtschaftswegen durchzogen die einem manchmal die Orientierung erschweren. Ich musste unter einer Eisenbahnbrücke hindurch und erreichte nach 200 Meter einen kleinen Parkplatz, wo normalerweise Hundebesitzer und Jogger aussteigen um ihren Aktivitäten zu frönen. Ich bin heute auch aktiv, allerdings liegt die Betonung auf Akt. Ich stieg vom Fahrrad und zog mir erst einmal die Weste mein Hemd, das Unterhemd und die lange Hose aus, sodass nur noch mein feuerroter Tanga übrigblieb. Ich kletterte wieder auf meinen Sattel und radelte zielstrebig auf ein ruhiges Plätzchen hoffend, durch den Forst.

Der Fahrtwind streichelte meine Brust und suchte sich den Weg durch den Tanga an meine frisch rasierten Eier. Ich überquerte einige Wege, bog mal hier, mal dort ab, bis ich der Meinung war, genügend Abstand von Siedlungen zu haben. Allerdings war mir auch klar, dass ich jederzeit einem Jogger begegnen könnte. Das sind die, die verbissen mit Steckern im Hirn und Schrittzähler am Haxen durch den Wald traben um sich die Pfunde abzurennen. Ich gehe jede Wette ein, das ich auf meinem Trip mehr Kalorien verbrenne wie die auf dreißig Kilometer. Nun ja, ich beginne eh schon Kalorien abzuarbeiten, denn die Vorstellung es könnte mir wirklich jemand unangemeldet begegnen, ließ mir selbst im Tanga das Herz höherschlagen. Das war ja auch Sinn und Zweck dieser Übung, etwas prickeln sollte es schon, mein Hormonspiegel dankt es. Dem hatte ich es auch zu verdanken, dass die Zusammenarbeit mit dem Hirn nicht mehr funktionierte. Eine innere Stimme sagte mir, warum fährst du nicht nackt, zieh endlich deinen Tanga aus! Zieh ihn aus!! Ich bekam nun das berühmte Kribbeln im Bauch, sollte ich wirklich? Ich bremste das Rad abrupt ab, das ich fast über den Lenker fiel, stieg ab und suchte erst einmal nach meinen Zigaretten um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Stellte das Fahrrad auf den Ständer am Wegrand ab und zündete mir einen Glimmstängel an.

Ich schaute in die Runde und lauschte nach irgendwelchen Geräuschen. Nichts war zu hören, außer das Vogelgezwitscher und ein Flugzeug das gerade in großer Höhe über mich hinwegflog. Ich zog noch dreimal hastig an der Zigarette, bevor ich sie mit meinen Sandalen nervös austrat. Jetzt oder nie, ich befreite mich hektisch von dem letzten Stück Stoff und blieb damit überflüssigerweise noch an den Tretern hängen, so dass ich noch nach vorne überfiel. Dies nahm ich zum Anlass die Dinger auch noch auszuziehen. Verstaute alles schön in mein Körbchen und setzte mich wieder aufs Rad und strampelte los. Es braucht wohl keiner Erklärung, dass mein Schwanz fortan zu steigen begann und die Eichel freisetzte, an der sich schon ein Tropfen bildete. Mein nächster Gedanke war, was machst du nur, Mensch wenn dich jetzt einer sieht bist du fällig für die Klapsmühle.

Aber der innere Schweinehund und die Geilheit wollten es nicht anders. Sollte ich jetzt absteigen und mir einfach einen runterholen, dann wär´s vorbei und ich könnte wieder entspannt nach Haus fahren. Nein, ich wollte noch eine Weile das gewisse Gribbeln genießen, komme was wolle. Nun besann ich mich weshalb ich eigentlich auch noch unterwegs war, Ich wollte doch noch Aufnahmen von diesem nicht alltäglichen Ausflug machen. Also absteigen und Stativ aufbauen! Ich hielt an, schaute nach links, schaute nach rechts, war niemand in Sichtweite und der Weg hatte etwas Fotogenes mit diesem ich mich ablichten wollte. Gesagt getan, das Stativ mit der Kamera war schnell aufgebaut, das Foto mit Selbstauslöser schnell erledigt. Schließlich gibt es nicht jeden Tag solche Momente, die sollte man schon festhalten. Nach erfolgreich gemachten Bildern, verstaute ich alles wieder in mein Körbchen und radelte ein Stück weiter und sah in der Ferne die Kreisstraße, dieser ich nicht zu nahe kommen wollte, bog deshalb in den nächsten Waldweg ein, aber mich vorher zu vergewissern ob sich jemand darauf herumtummelt. Nichts rührte sich nur die Blätter an den Bäumen raschelten im auffrischenden Wind. Zwar hatte ich die Mittagsstunde gewählt um etwas Sicherheit vor dem gemeinen Volk zu haben, aber das kann auch ins Auge gehen. Entschlossen, da bisher alles reibungslos verlief, trat ich mit meinen nackten Füßen in die Pedale und suchte nach einer schönen Stelle, vielleicht eine sonnendurchflutete Lichtung, auf dieser ich noch ein paar Aufnahmen machen konnte. Plötzlich kam mir, noch ein gutes Stück entfernt jemand entgegen. Nun hatte ich den Schlamassel, was soll ich machen.

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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