Mein Erlebnis mit Marvin

Schwule Kurzgeschichten

Ich dachte eigentlich ich bin bi und nicht schwul bis zu einem Erlebnis, das mich von einem anderen überzeugte.

Am Ende des vergangenen Sommers. Meine Freundin war noch bei ihren Eltern. Wir studieren beide und haben die Semesterferien dort verbracht, aber ich musste zwei Wochen früher nach Hause, weil mein Semester früher begann und ich mich noch auf Klausuren vorbereiten musste.

Am Wochenende bevor meine Freundin nach Hause kam, hatte ich das Gefühl, noch etwas erleben zu müssen. Nicht, dass ich nicht ausgelastet wäre, aber nach zwei Jahren stellte sich irgendwie doch der Trott ein. Jedenfalls wollte ich mal wieder in eine Disco, weil es dort eine Menge sehr hübscher Mädchen gibt, die anzusehen mir bereits gereicht hätte.

Tatsächlich gab es auch eine Menge zu sehen. Ich stellte mich an den Rand der Tanzfläche und beobachtete, wie sich die Mädels schwitzend und in knappen und engen Outfits zum Takt der Musik räkelten. Es waren auch ein paar ganz nette Dinger da, allerdings offensichtlich mit ihren Freunden.

Naja, wahrscheinlich hätte ich mich sowieso nicht getraut, eine von ihnen anzusprechen, geschweige denn auch noch mit ihr fremdzugehen.

Außer den Mädchen fiel mir noch etwas anderes auf. Es war ein junger Mann mit dunklen kurzen Haaren und einem dazu passenden Dreitagebart. Er war locker 1,90 m groß, durchtrainiert, aber kein Muskelberg, mit Waschbrettbauch und Knackarsch, soweit man das an seinem engen Shirt und der knallengen Jeans beurteilen konnte.

Der Bursche war der Frauentyp schlechthin. Ich dachte mir, wenn ich eins der Mädchen auf der Tanzfläche wäre, ich würde nur so dahin schmelzen.

Anstatt sich jedoch von Frauen umringen zu lassen, stand er nur am mir gegenüberliegenden Rand der Tanzfläche und schaute sich um. Offensichtlich war er auch auf der Suche nach etwas passendem.

Da sprach ihn doch tatsächlich eins der Mädel an. Natürlich konnte ich nichts verstehen, aber so wie es aussah, wollte sie mit ihm tanzen oder zumindest ins Gespräch kommen. Sie sah verdammt gut aus und ich wünschte mir in diesem Moment, an seiner Stelle zu sein. Zu meiner Überraschung schüttelte er jedoch den Kopf und obwohl er lächelte, konnte ich sehen, dass er ihr einen Korb gab.

Das Mädel war wohl genauso perplex wie ich, aber sie trollte sich stirnrunzelnd. So etwas ist ihr wahrscheinlich auch noch nicht passiert.

Als sie ging, schaute er sich wieder um. Dabei trafen sich unsere Blicke.

Ich schaute ihn fragend an, worauf er lächelte, den Kopf etwas zur Seite neigte und mit den Schultern zuckte. Verwirrt aber zurücklächelnd schüttelte ich den Kopf, auch um ihm zu zeigen, dass ich etwas weniger wählerisch gewesen wäre.

Als ich mir an der wie immer hoffnungslos überfüllten Theke ein Bier holen wollte stand plötzlich jemand hinter mir. Das ist an und für sich nichts Ungewöhnliches, denn in dem Gedränge muss man sich ja zwangsweise berühren, deshalb dachte ich mir auch nichts weiter dabei.

Nur war diese Berührung war anders. Dieser fremde Körper hinter mir drängte sich regelrecht an mich heran. Er drängte sich sogar so nah an mich, dass ich an meinem Hintern eine Beule spüren konnte, die offensichtlich von einem Mann kommen musste. Von einem erregten Mann.

In diesem Gedränge hatte ich sowieso keine Chance, auszuweichen und so konzentrierte ich mich auf das Gefühl an meinem Hinterteil und an die Gefühle, die es in mir auslöste. Denn seltsamerweise war es kein Ekel, wie man hätte vermuten können, sondern eher erregend.

Das wunderte mich selbst, stand ich doch wie gesagt auf Frauen. Der Druck verstärkte sich noch ein wenig, ich ließ mir jedoch nichts anmerken und drehte mich auch nicht um, um herauszufinden, wer mich da bedrängte, denn immer noch konnte es eine zufällige Berührung sein.

Als sich jedoch eine Hand auf meine Arschbacke legte und anfing, sie sanft zu massieren, wurde ich eines Besseren belehrt. Irgendwie erregte mich die Situation. Da stand ich inmitten einer Menschenmenge und wurde von einem wildfremden Mann betatscht, dessen zweite Hand sich nun auf meine Hüfte legte, sich langsam an meinem Gürtel entlangtastete bis zur Schnalle und sich dann noch etwas nach unten direkt auf meinen inzwischen steinharten Schwanz legte.

Die fremde Hand massierte mein Gerät ganz vorsichtig, aber bestimmt, drückte meine Hüfte dadurch nach hinten, so dass sich mein Arsch fest gegen seinen Pint drückte.

Überrascht aber erregt ließ ich mir das alles gefallen, immer in der Hoffnung, dass diese ganze Sache in der anonymen Menge sowieso nicht auffiel.

„Ganz schön heiß hier, nicht wahr? Bestellst Du mir ein Bier mit?“ wisperte plötzlich seine Stimme an meinem Ohr. Ich konnte nur nicken, um damit seine beiden Fragen zu beantworten. Noch immer wagte ich nicht, mich umzudrehen, denn ich wurde immer geiler. Als ich die Biere bestellen wollte, musste ich mich erstmal räuspern, denn meine Kehle war knochentrocken, ganz im Gegensatz zu meiner Stirn.

Eins der Biere hielt ich der immer noch meinen Schwanz massierenden Hand hin, die es dankbar annahm. Erst jetzt wagte ich, der Hand zu folgen, und mich umzudrehen.

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na dann lass mal sehen

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