Lieber Uwe

Schwule Kurzgeschichten

München, den 17. Jänner 2000

Lieber Uwe, mein lieber Patenjunge

Als wir uns vor einer Woche begegnet sind, habe ich zu meiner Freude festgestellt, dass Du Dich zu einem richtigen Mann durchgemausert hast. Das hätte Dir eine ganz neue Erlebniswelt eröffnen können, wenn Du Dich aus den Fesseln, die Dir die katholische Kirche und – so wie ich Deine Eltern kenne – auch diese Dir angelegt haben. Beide Seiten haben dich sicher dazu erzogen, ein keusches Leben zu führen, das heisst auf jede sexuelle Betätigung zu verzichten, bis Du Dich dereinst verehelichen wirst. Dies ist sowohl aus medizinischer wie aus moralischer Sicht völlig absurd und längst überholt. Sexuelle Aktivitäten gehören als Freude zum Alltag wie die Nachspeise zu einem guten Essen oder die Ferien zur Schule. Sexualität ist das schönste Geschenk Gottes an die Menschen. Aus unserem Gespräch entnahm ich aber, dass Deine sexuellen Erfahrungen noch in den Kinderschuhen stecken. Du hast keine Freundin, hast offenbar noch nie einen Orgasmus erlebt und kennst Deinen Penis nur als Organ zum Wasser lassen. Er ist aber vor allem ein Glücksbringer. Wenn Du das noch nicht gemerkt hast, solltest du Dein Geschlechtsteil einmal richtig untersuchen, und wenn es Dich reizt, damit spielen. Sollten sich hierauf bei Dir unbekannte Gefühlen melden, dann gib ihnen nach, folge Deiner Lust und koste sie hemmungslos aus – ohne schlechtes Gewissen und ohne Angst – und ohne Deinem Priester hinterher zu beichten, dass Deine Hand der Natur gefolgt ist.

Du hast Deine Pubertät schon längst hinter Dich gebracht und stellst gewiss beim Erwachen meist fest, dass Dein Penis versteift ist und gegen Deinen Bauchnabel zeigt. Freue Dich darüber! Denn damit zeigt er Dir an, dass er nicht nur zum Wasser Lassen dient und nach einer allfälligen Verehelichung zum Kinder zeugen da ist, sondern dass er Dir schon heute und jeden weiteren Tag aufs Neue ungeahnte Freude bereiten kann. Schau Dir Deinen stolzen Schwanz (das ist die wörtliche Übersetzung des lateinischen Worts Penis) genau an, direkt und im Spiegel: die satt glänzende Eichel mit der mündchenartigen Öffnung, die seidenweiche Vorhaut, die sich so leicht entlang dem Schaft verschieben lässt, und den herab hängenden Sack mit den beiden zwetschgenförmigen Hoden. Streife einmal, wenn Du beim Erwachen spürst, dass Dein Glied steif ist, die Vorhaut über der Eichel auf und ab und erfahre, wie schnell dies in Deinem Leib Lustgefühle auslöst. Freue Dich darüber, wenn dem so ist, und massiere Dein Glied weiter, bis es den ersten Orgasmus auslöst. An diesen ersten Ausbruch wirst Du Dich noch Jahrzehnte lang, wenn nicht lebenslang, erinnern. Deshalb sollte dieser Akt besonders eindrücklich verlaufen, ohne Störung und ohne Reue.

Am besten wählst Du einen Tag, da Du allein zu Hause bist und damit man Dich nicht hört und Du sicher nicht gestört wirst. Der beste Ort für diesen Genuss ist Dein Bett. Stelle den Kopfteil so hoch wie möglich, damit Du genüsslich beobachten kannst, wie Deine Hand die Vorhaut über Deinem Glied auf und ab schiebt. Lege ein Kissen unter Dein Becken – so wirst Du noch besser zuschauen können – und ein Handtuch darüber, um Flecken auf Kissen zu vermeiden. Dann zupfst Du mit Deinen Fingern leicht an Deinen Brustwarzen, und sie werden sich wohltuend versteifen und stimulierend auf Deinen Schwanz einwirken. Jetzt ziehst Du die Beine etwas an und spreizest die Knie auseinander, damit Dein Geschlecht für die Masturbation schön frei liegt. Wenn Du nun mit beiden Händen auf der Innenseite die Oberschenkel bis in die Leisten streichelst, wird sich Dein Hodensack zusammenziehen und die Hoden zum Bauch hoch drücken. Hierauf tastest Du sie sorgfältig ab und massierst sie ganz leicht. Mittlerweile ist Dein Glied sicher schon schön steif geworden und für Dein erstes Onanievergnügen bereit.

„Ja, ich nehme dieses Geschenk Gottes dankbar an. Ich will dieses zauberhafte Instrument in mir erklingen lassen.“ Mit diesem Gedanken legst Du Deine linke Hand um Deinen Hodensack und die rechte als Faust um Deinen steifen Penis. Nun streichst Du damit die Vorhaut zärtlich und vorerst ganz gemächlich über Deiner Eichel auf und ab. Schau zu, wie die Eichel abwechselnd verschwindet und purpurfarben wieder auftaucht. Schließe dazwischen wieder die Augen, um Dich ganz auf die Lustgefühle zu konzentrieren, die sich jetzt einstellen und immer stärker werden. Sprich aus, was Du fühlst: „Aaaah, was für tolle Gefühle! Sie werden immer stärker. Sie überwältigen mich. Oh mein Gott, wie wird mir. Chrrrr, o, o, o, …..“

Dann reiße die Augen auf, und schau zu, wie sich Deine Eichel noch mehr aufbläht und dunkler färbt und wie während Deiner betäubenden Lustgefühle diese pralle Eichel das erste Mal in Deinem Leben dank Deiner Hand das silbergraue Sperma ausspeit. Es ist Dein Lebenssaft, das köstlichste, was Dein Körper je produzieren kann. Das war nun Dein erster Orgasmus, und den wirst Du nicht vergessen. Vor allem aber wird die Erinnerung daran Dich zu immer weiteren Masturbationen verleiten. Folge diesem Bedürfnis ohne Angst und Hemmung. Es wird Dir gut tun, diese Wollust immer wieder aufs Neue zu geniessen, und Du wirst dadurch erst ein vollwertiger Mann.

Ich drücke Dir diesen Brief persönlich in die Hand, damit er sicher nicht Deinen Eltern vor die Augen kommt. Sei gewiss, dass Du nichts Schlechtes tust, wenn Du meine Anleitung befolgst. Ruf mich nach Deinem ersten Orgasmus an, wenn Du magst, und lass mich wissen, was Du dabei empfunden hast. Falls Du mich wieder einmal besuchen wirst, können wir Dein Sperma unter dem Mikroskop ansehen, damit Du siehst, wie Dein Same millionenfach lebt.

Mit herzlichen Grüssen

Dein Pate Roderich

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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