Fesselnde Spiele

Schwule Kurzgeschichten

Es gibt Zufälle im Leben, die spotten jeder Beschreibung. Wenn ich das Geschehen von damals in Gedanken passieren lasse oder gar guten Freunden erzähle, klingt die Story so unglaublich, als stamme sie aus einem billigen Groschenroman. Dennoch ist sie war. Mehr noch: dieser Morgen entpuppte sich als Meilenstein, der mein Leben von Grund auf ändern sollte.

Was damals geschah? Das ist schnell erzählt! Es fing alles mit einem Sonnenaufgang an. Ich weiß. Das klingt banal. Aber Sonnenaufgänge habe ich schon immer gemocht. Und dieser war besonders schön. Das lag sicherlich auch an der Tatsache, dass ich mir einen Wunschtraum erfüllte und kreuz und quer durch Zentralamerika fuhr.
Genauer gesagt: durch Yukatan, jener Halbinsel zwischendem Golf von Gameehe und dem Golf von Honduras. Der Hauptgrund aber war das prachtvolle Farbenspiel, dass ich in europäischen Gefilden in dieser Intensität noch niemals erlebt hatte. Mit dem Flair einer knallroten Eichel schaute die Sonne über die Wälder, stieg rasch in die Höhe, um schließlich als glühende Feuerkugel am Himmel zu stehen. Wie durch Zauberhand wich der morgendliche Dunst der Kraft des heranbrechenden Tages. Und was sich zunächst als kaum erkennbarer Schatten unter der Vorhaut der Nacht verborgen hatte, entpuppte sich als eine riesige Pyramide.
„Niemals werde ich diesen Anblick vergessen!“ hörte ich Rico ehrfurchtsvoll flüstern. Gebannt schaute er auf den Tempel mit den gewaltigen Treppen. „Niemals!“ bekräftigte er und deutete mit dem Finger in das weite, giftgrüne Tal.

Obwohl ich meinen Blick kaum von dem faszinierenden Schauspiel lösen mochte, ertappte ich mich dabei, dass ich Ricos braun gebrannten Körper zu mustern begann. Langsam wanderten meine Augen zu seinen Arschbacken, die nackt und wohlgeformt waren. Wenn ich recht bedachte, sah ich Rico zum ersten Mal nackt. Und diesen Umstand verdankte ich lediglich der Tatsache, dass der Junge von dem Sonnenaufgang überwältigt war. Kaum hatte er unser Zelt geöffnet, da stürzte er auch schon ins Freie. Nun stand er regungslos am Fuße des Hügels. Die buschige Scham zeichnete sich klar von den sanften Konturen seines Körpers ab. Glatte, bronzefarbene Schenkel. Endlose Beine: gleichwohl schlank und muskulös. Einen formvollendeten Po. Rico war ein Traum von einem Mann. Seidiges, schulterlanges Haar. Ein zartes Gesicht mit reinen Zügen: schmale Wangen, eine grazil geformte Nase, ein ausdrucksvoller Mund mit sinnlichen Lippen. Doch die Scham war die Krönung von Allem. Ein herrlicher Bär. Er umrahmte den schlaffen Penis perfekt und verlieh der Nille einen ganz besonderen Reiz. Fast war ich bestrebt nach der Gurke zu greifen.

„Weißt du, dass die Treppen nur knapp neben den Kardinalpunkten liegen?“
Ich schreckte hoch. Offensichtlich hatte Rico meine Beschauung bemerkt.
„Wußtest du das?“ wiederholte er seine Frage in einem Tonfall, der spöttischer nicht sein konnte. „Natürlich!“ antwortete ich.

„Jede Treppe zeigt in eine andere Himmelsrichtung. Auf den Grad genau.“
Seine stahlblauen Augen funkelten mich an. „Fein“, sagte er.
Die vollen Lippen öffneten sich zu einem herablassenden Lächeln. Langsam drehte er sich um die eigene Achse. Geschmeidig wie eine Raubkatze stand er mir gegenüber. Nur wenige Zentimeter trennten unsere Körper. Ich spürte seine Wärme. Seinen Atem. Und ein Gefühl von Gefahr­ mehr ein Prickeln im Kopf- das mir jede Illusion raubte, was seinen Charakter betraf. Dennoch wurde ich geil. Die Art und Weise, wie er mir für den Bruchteil einer Sekunde seinen hängenden Schwanz zu spüren gab, heizte mich an. In mir keimte der Gedanke, ihn in die Arme nehmen zu wollen, da machte er kehrt. Enttäuscht betrachtete ich die wogenden Kuppeln seines Gesäßes. Deutlich schimmerte zwischen dem Schritt das Schwänzchen hindurch. Noch nie hatte ich einen Boy gesehen, dessen Penis so deutlich von hinten zu erkennen war. Und noch nie hatte ich einen Boy erlebt, der seine Reize so auszuspielen vermochte, wie Rico es konnte.

„Wollen wir starten?“ fragte ich ihn. „Odr legst du Wert auf ein Frühstück?“
„Bau das Zelt zusammen“, zischte Rico mich an. „Für ein Picknick im Freien hab ich bei Gott keinen Nerv.“
„Wie du meinst.“

Fasziniert schaute ich zu, wie dieser Teufel in seinen Schlüpfer stieg. Ohja. Er wusste um die Wirkung seines Körpers. Jede Bewegung war gekonnt, provokant; sicher geübt und studiert. Abermals drehte er sich um. Die langen blonden Haare fielen leicht über die Schultern. Und dort, wo der Slip auf der Ficklatte ruhte, hatte sich der Stoff gefährlich gedehnt. Aufreizend presste sich der schmale Fetzen in den Pissspalt hinein. Doch lange währte dieser Zustand nicht. Behutsam, fast zärtlich, strich Rico mit der flachen Hand seinen Bauch hinab. Die Fingerkuppen glitten in das Bündchen hinein.

„Ich habe Lust“, meinte Rico wie beiläufig und fügte wohlwissend der Wirkung seiner Worte hinzu: „gibst du mir eine Zigarette?“ Seine stimme klang kühl und reserviert. Man mochte nicht glauben, dass er sich soeben über den Penis strich. Deutlich zeichneten sich die langgliedrigen Finger ab, wie sie sich um den Prachtschwanz legten, um den Schaft langsam zu wichsen.

„Geil“, dachte ich, langte in meine Jeans und nestelte eine Packung Camel aus der Tasche. „Steck sie mit an!“
„Bin ich dein Sklave?“
„Du bist ein Mann. Und Männer haben mir noch immer gehorcht.“

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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