Ein Hotelzimmer, zwei Brüder – Teil 1

Schwule Kurzgeschichten

„Shit! in 4 Wochen hat Dad Geburtstag! Hast du was für ihn?“, frage mich mein Stief-Bruder Alex. „Nee, noch nix“, antwortete ich etwas überrumpelt während wir auf dem Sofa sassen und uns Breaking Bad auf Netflix reinzogen. „Wir wollten ihm doch eine Reise zum 40. schenken?!“, fragte er mich vorwurfsvoll. Ohne lange zu quatschen packten wir unsere Smartphones raus und suchten auf diversen Plattformen nach einem günstigen Angebot für einen Weekend-Trip nach London.

„Hier, ich hab was“, sagte Alex und streckte mir sein iPhone ins Gesicht. „Super! Sieht doch gut aus.“ antwortete ich und klickte auf den Buchen Button. „Cool, mit Flug und Hotel für 255.- wenn wirs uns aufteilen“, meinte er begeistert und fügte hinzu „Ist doch easy wenn wir zwei uns ein Zimmer teilen…. oder willst du eins für dich allein?“

„Nein, ist mit zwei Zimmern schon teuer genug.“

Und so schloss er die Buchung nach wenigen Klicks ab.

Liebe Leser, so begann das wohl geilste aber auch verrückteste Weekend meines Lebens. Mein Bruder und ich sind Zwillinge, 18 Jahre alt und optisch ziemlich identisch auch wenn wir nicht eineiige Zwillinge sind. Mein Bruder Alex ist 175cm gross, sportlich (er ist im Basketball-Verein) und trägt braune gelockte Haare. Der einzige Unterschied zu mir ist, dass ich dunkelblonde, eher glatte Haare trage. Komme anscheinend eher nach meiner Mom. Wir beide haben braune Augen und das selbe Grübchen auf der rechten Wange wenn wir lächeln. Seit unsere Eltern getrennt leben, sind auch wir etwas weniger oft zusammen da mein Bruder bei meiner Mom lebt. Weil wir ab und zu zusammen trainieren gehen, sehen wir uns ca 2-3 Mal im Monat. Alex hat eine Freundin die wir im Club kennen gelernt haben. Zwillinge kommen bei den Mädels immer gut an und so zogen wir oft gemeinsam um die Häuser bis wir beide (übrigens am selben Abend) unsere Freundinnen, bzw. meine Ex kennen lernten.

Zurück zum London Trip. Es war Donnerstag Mittag als wir unsre Koffer vom Gepäckband nahmen und uns die U-Bahn zum Hotel suchten. Meinem Dad haben wir erst am Morgen der Anreise von der Überraschung erzählt. Er wusste nur dass er sich das Weekend frei halten sollte. „Ihr seit der Wahnsinn!“, schrie er als er die Geburtstagskarte las und drückte uns links und rechts an seine Brust. Hinter seinem Rücken buchten wir ausserdem einen Tisch im Oxo-Tower Restaurant, um am Freitag Abend seinen 40. zu feiern. Das Geld hatten wir von Freunden, Arbeitskollegen und Verwandten zusammengekratzt.

Endlich im Hotel angekommen, holten wir unsere Schlüsselkarten und bezogen unsere Zimmer. Es war mittlerweile 18:00 Uhr. Um 20:00 wollten wir uns wieder vor dem Hotel treffen um die Stadt zu erkunden und was Essen zu gehen. „Jihaaa!“, schrie Alex wie ein Cowboy als er seinen Koffer in die Ecke warf und sich mit einem Sprung aufs Bett schmiss. „Wie in alten Zeiten!“, schwärmte er vor sich hin und verschränkte seine Hände hinter dem Kopf. „Ja voll!“, erwiderte ich als mir alte Erinnerungen in den Kopf schossen.

Wir haben uns früher ein Zimmer geteilt und die coolsten Dinge darin angestellt. Manchmal konnte man garnicht mehr rein, weil die Türe von einer riesigen Höhle (manchmal auch U-Boot) aus Matratzen, Tüchern und Kleidern versperrt war. „Weisst du noch als wir die Katze unserer Nachbarin gekidnappt haben und Sie drei Wochen lang in unserem Zimmer wohnte?“, fragte mich Alex lachend. „Ja! Aber das Lösegeld haben wir bis heute nicht bekommen“, fügte ich hinzu und schon landeten wir in einem unserer legendären Lachflashs! „Ach du scheisse, ich sehe Dad heute noch vor mir als er sie entdeckte und uns samt Katze im Arm an den Ohren zur alten Frau Köhler schleppte.“

Nachdem wir uns wieder beruhigt, und das komplette TV-Programm hoch und runter gezappt haben, sass mein Bruder gähnend auf und meinte er wolle mal duschen gehen. Er schnappte sich sein Duschgel und verschwand im Bad. Ich zog mein iPhone aus der Hosentasche um Clash-Royal zu zocken. Keine Minute später hörte ich meinen Bruder stänkern. „Verdammt noch mal! Duscht die Queen auch kalt?!“…  „Was?!“ rief ich belustigt Richtung Badezimmer, aus dem leises Geplätscher zu hören war. Mein Bruder knallte die Tür auf und rief „Hier kommt nur scheiss kaltes Wasser!“

„Ja habs in den Bewertungen gelesen…. Nach dem wir gebucht haben!“, fügte ich hinzu. „Alter, so ein Scheiss! Wenn die Engländer was nicht können dann ist es Sonnencreme benutzen und Sanitäranlagen bauen!“ Er musste es ja wissen, schliesslich ist er in der Ausbildung zum Kemptner. Ich hörte die Türe wieder zu knallen als ich vom Handy aufblickte und Alex mit nassem Oberkörper am Bettrand stehen sah. „Dann warte ich halt, irgend wann wirds bestimmt wärmer.“

Er trug nur seine hellgraue, dünne Jogginghose. Sein T-shirt, die Shorts und seine Socken welche er im Bad auszog, warf er genervt zu Boden. Es ist nicht so dass ich Ihn noch nie nackt gesehen hätte, schliesslich sind wir oft zusammen im Fitness. Doch diesmal schien die Abendsonne seitlich durchs Fenster auf ihn. Er war vom Hals abwärts bis zu den Knien in ein goldgelbes Licht getaucht. Sein gut trainierter Body war vor Anspannung wegen des kalten Wassers sehr definiert.

Da er unter der hellgrauen Jogginghose auf Grund des ersten Dusch-Versuchs nun keine mehr Unterwäsche trug, zeichnete sich sein bestes Stück zwischen den Beinen ab. Ich konnte sogar die Eichel erkennen, da die Vorhaut nach hinten gezogen war. Ausserdem war er darunter noch etwas nass weil er sich anscheinend nicht richtig abgetrocknet hatte, was die dünne Hose an ihm kleben liess. Zum ersten mal dachte ich mir: Hot!… Scheisse, ich find meinen Bruder hot! So genau habe ich Ihn noch nie begutachtet. Sein Körper war nur leicht behaart. Unter der linken Brustwarze war eine kleine alte Narbe zu sehen welche er sich bei einem Skiunfall zugezogen hatte. Die Hose sass ziemlich tief, sodass man den Ansatz einer getrimmten Schambehaarung und einen dünnen haarigen strich der sich bis zum Bauchnabel zog sehen konnte. Es ging 2-3 Sekunden bis ich möglichst cool wieder auf mein Display starrte und sagte „Ja, mach das… In 40 Minuten müssen wir unten sein und ich will auch noch duschen.“ Er schmiss sich neben mir aufs Bett griff in die Hose, zog ohne zu schauen seine Vorhaut nach vorne und schaltete demotiviert die Flimmerkiste wieder an. Ich versuchte so gut es ging mich auf das Spiel zu konzentrieren aber ehrlich Jungs; Der Body in dem warmen Licht, schimmernd durch das Wasser welches ab und zu als Tropfen dem Sixpack entlang rollte… und dann der Abdruck seines Pimmels… Das ist dein Bruder, sagte ich mir. Und trotzdem merkte ich wie schön ich einen Männerkörper fand. Und keine Angst, ich werde Ihn noch ausführlich genug beschreiben.

Nach ein zwei Minuten stand er genervt wieder auf und lief ins Bad. „Wünsch mir Glück!“, rief er als er bereits wieder darin verschwand. Nur diesmal liess er die Türe offen. Das Bad lag zwar vom Bett aus nicht im direkten Sichtfeld aber wenn man sich vorbeugte und leicht um die Ecke guckte, konnte man ein Teil des Waschbeckens und der Duschkabine sehen welche mit Plexiglas verschlossen werden konnte. Keine zehn Sekunden vergingen bis er wieder stänkerte. „Super! Das Wasser wäre einigermassen warm wenn dann auch mal mehr als drei Tropfen pro Minute rauskämen!“ Ich grinste nur und dachte was das angeht hast du dich nicht geändert.

Mir ging das Bild nicht mehr aus dem Kopf wie mein Bruder am Bettrand stand. Irgendwas in mir fand das geil und wollte dass ich mehr sehe. War es der halbnasse Körper alleine? Oder der Gedanke dass es mein Bruder ist? Oder beides?

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