Der Zug // Teil 1

Schwule Kurzgeschichten

Jonas

„Okay, Jonas, wir sehen uns ab jetzt zwei Mal in der Woche. Bitte komm’ auch wirklich her, bevor du wieder rückfällig wirst“, sagte mein neuer Therapeut Dr. Ließen mahnend und leicht vorwurfsvoll, denn es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ich rückfällig würde. Mit gesenktem Kopf nickte ich also und zog meine Jacke an, um nach Hause zu fahren.

In der U-Bahn angekommen, sah ich auf den Fahrplan und stellte erleichtert fest, dass ich nicht allzu lange warten musste und stellte mich neben die Sitzplätze, auf denen nur ein junger Mann saß, der mir irgendwie bekannt vorkam. Ich konnte nur nicht einordnen, woher. Aber dass er verdammt hübsch war, konnte ich nicht abstreiten, deshalb sah ich schnell wieder weg. Bloß nicht rückfällig werden.

Ein paar Minuten später sah ich die Bahn auch schon einfahren und bekam im Augenwinkel mit, dass der Typ aufstand und sein Handy, auf dem er die ganze Zeit herum getippt hatte, in seine Hosentasche steckte. Ein Wunder, dass in diese Jeans überhaupt noch irgendwas rein passte, so eng, wie sie um seine Beine spannte. Das reicht Jonas, denk an was anderes. Oma. Welpen, Kotze. Irgendwas, bloß nicht an die geilen Beine dieses hübschen Typen, auf die ich mich gern setzen würde…

Sofort, als sich die Türen öffneten, quetschte ich mich in die vollgestopfte Bahn und presste mich durch die Leute, um irgendwann direkt am Fenster zu stehen. Bloß ganz weit weg von ihm. Ich steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren und machte meine Playlist an, bevor ich mich zum Fenster drehte und nach draußen sah. Die Fahrt nach Hause dauerte etwa eine halbe Stunde, wenn nicht sogar länger, aber dieser neue Therapeut sollte der Beste weit und breit sein, also bestand meine Mutter darauf, dass ich ihn aufsuchte.

Nach gut fünf Minuten bekam ich aber das komische Gefühl, dass ich beobachtet werde, also zog ich mir die Musik aus den Ohren und sah mich um, konnte aber niemanden entdecken, der mich wirklich ansah. Nur leider hatte ich keine Augen im Hinterkopf. Musste ich aber auch nicht haben, denn keine Sekunde später legte sich eine Hand auf meinen Hintern und ich spannte mich direkt komplett an. Es war nichts Neues, dass man in Bussen und Bahnen begrapscht wurde, mir selbst war das aber noch nie passiert. Deshalb versuchte ich einfach unauffällig einen Schritt nach vorne zu machen, um den Grapscher loszuwerden, aber das war gar nicht so leicht in dem vollgestopften, kleinen Zugabteil. Eine weitere Hand legte sich auf meine Hüfte und zog mich zurück, sodass ich gegen jemanden stieß, der hundertprozentig keine Taschenlampe in der Hose hatte. 

Ich schluckte ängstlich und krallte mich in der Halteschlaufe an der Stange über mir fest. Als ich dann aber auch noch merkte, wie dieser Mensch meinen Nacken küsste und sich seine Hand auf meinen Schritt schob, wurde es mir zu viel und ich drehte mich aufgebracht um, so gut es ging. Direkt vor meiner Nase stand der Typ, der vorhin auf der Bank saß und grinste mich süffisant an.

Ich weiß nicht, was es war und wieso ich so reagierte, aber als ich ihn erkannte, bekam ich keinen einzigen Ton heraus und vergaß, dass ich ihn eigentlich anmaulen wollte. „Wa-Was willst du von… von mir?“, stotterte ich nervös und sein Grinsen wurde wieder breiter, bis ich seine perfekten, weißen Zähne sah. Wow. „Ist das nicht offensichtlich, Jonas?“, sagte er und legte seine Beiden Arme um mich, ehe seine Hände auf meinem Arsch lagen und fest hineingriffen. „Wa- Woher weißt du, wie ich heiße?“, schoss es aus mir und ich sah ihn mit großen Augen an.

„Mein Stief-Vater ist dein Therapeut. Ich hab’ dich vorhin bei ihm gesehen“, flüsterte er mir ins Ohr und küsste direkt danach meinen Hals, was mich erst mal unkontrolliert aufkeuchen ließ. Es dauerte einige Momente bis mir klar wurde, was er da gerade gesagt hatte und ich versuchte ein weiteres Mal, zurückzuweichen- Aber diesmal ließ er mich nicht. Ich konnte mich keinen Zentimeter bewegen, während dieser hübsche Typ sich an meinem Hals fest saugte und mir immer wieder in die empfindliche Haut biss, während er meinen Arsch knetete. 

„La-Lass das…mhhh…“, murmelte ich eher halbherzig. So bizarr und unwirklich es auch war, irgendwie mochte ich es, von ihm angefasst zu werden und ich konnte nicht verhindern, dass mir das Blut nur so in den Schritt schoss. „Willst du wirklich, dass ich aufhöre?“, fragte er und schob seine Hände nach vorn, um meinen Gürtel und die Knöpfe meiner Hose zu öffnen. Dass wir umgeben von Menschen waren, schien ihn nicht im Geringsten zu stören. Mich aber komischerweise auch nicht.

Ach, scheiß drauf. Dann hänge ich eben noch eine Therapiestunde dran.

Kurz sah ich ihm noch in die Augen und binnen Sekunden war eigentlich klar, dass es nicht bloß beim Fummeln bleiben würde. „Wie heißt du?“, fragte ich ihn, ehe er seine Hand in meine Hose schob und meinen mittlerweile steinharten Schwanz umgriff. „Jim“, hauchte er mir ins Ohr und wich ein kleines bisschen zurück, sodass unsere Gesichter nur einen kaum erwähnenswerten Abstand voneinander entfernt waren. „Gut Jim, dann mach’“, sagte ich entschlossen und biss mir auf die Unterlippe, ehe ich mich umdrehte und meinen Arsch an seinen Schritt drückte. 

Von hinten legte er mir seine Hand auf den Mund, wofür ich ihm wirklich dankbar war, denn sonst hätte ich sicher die ganze Bahn unterhalten. 

Mit geschickten Handgriffen, packte er meinen Hosenbund über meinem Hintern und zog mir die Jeans so weit runter, dass mein Arsch komplett freigelegt war und ich hörte, wie er auf seine Finger spuckte, bevor seine Hand ohne Umweg runter fuhr und seine Finger zwischen meinen Arschbacken verschwanden. Erst strich er nur darüber und drückte immer wieder gegen meinen Eingang, was mich langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb. „Mach’ schon!“, nuschelte ich in seine Hand und drückte ihm meinen Arsch immer wieder willig entgegen.

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Ich habe einfach Spaß am Schreiben und hoffe, dass es euch gefällt!

4 Kommentare

  1. Voll eine der geilsten Storys die ich hier in letzter Zeit gelesen habe. Würd mir wünschen auch so eine heiße Zugfahrt mit zumachen. Bin so steif geworden das ich extrem abgespritzt habe. Nun bin ich auf deine Fortetzung gespannt……

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