Der Sporttag

Schwule Kurzgeschichten

Ich mag das Geräusch, wenn eine Schere ein Platt Papier durchschneidet. Das gleichmäßige sanfte Geräusch finde ich irgendwie sehr beruhigend. Ich befinde mich halb sitzend halb liegend und meiner Meinung nach viel zu früh auf einem Platz im Zug. Das Einzige, was mich von dem Gedanken ablenkt meinen Tag mit einer völlig unnützen Schulsport Veranstaltung verbringen zu müssen ist diese Frau in einen der mir nahen Sitze, die mit ihrer Schere immer wieder gleichmäßig Blätter zerschneidet. Leider scheint sie aber damit fertig zu sein und ich habe immer noch eine halbe Stunde Zugfahrt vor mir.

Ich lasse meine Gedanken umher kreisen und betrachte dabei die mir sehr wohl bekannte am Zugfenster vorbeistreifende Gegend, nur um mir die Zeit etwas zu vertreiben. Nach einer Weile fallen meine Gedanken mit einmal auf ein ganz bestimmtes Thema. Um wohl eher zu sagen auf eine ganz bestimmte Person, ich denke an Tim, einen Jungen aus meiner Klasse. Er hatte letztes Schuljahr mit mir zusammen Sportunterricht, doch nach dem wir in verschiedene Kurse eingeteilt wurden, hatte ich ihn nicht wieder im Sportunterricht gesehen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Schwimmunterricht. Tim trug immer eine enge Schwimmhose, die seinem wohlgeformten muskulösen Po gut schmeichelte, außerdem konnte ich seine strammen Waden betrachten, was mich jedes Mal dazu brachte beinahe zu vergessen, dass ich dort in einem öffentlichen Schwimmbad nicht einfach so erregt werden durfte. Vergessen in meinen Gedanken versunken rollte der Zug bald im Zielbahnhof ein.

Schwerfallend befreite ich mich von meinen Träumereien, als ich merkte, dass ich bald aussteigen müsse, denn sie hatten bereits ihre Wirkung in meinem Genitalbereich getan. Zum Glück bekam das keiner mit, denn weil es zu dieser Jahreszeit draußen bereits etwas kälter war, hatte ich eine Jacke an, die im Sitzen die Beule in meiner Hose gut verbergen konnte. Ich verließ den Bahnhof und näherte mich den Bushaltestellen, es war dort deutlich kälter als im beheizten Zug, so konnte meine Jacke mir mit ihrer zweiten Wirkung dienlich sein. Nach ein paar Minuten kam der Bus und wie immer war er viel zu voll, weshalb ich keinen Sitzplatz bekam. Ich stellte meine Sporttasche und die restlichen Schulsachen, die wir mitbringen sollten, weil noch nicht feststand, ob die gesamte Veranstaltung wegen Regens ausfiel, auf den Boden und lehnte mich an die Wand. Ich muss mir zugestehen, dass ich dem Ausfall des Sporttages nicht mehr ganz so eifrig nachschaute, wie zufuhr, denn ich freute mich darauf, hin und wieder einen oder mehrere Blicke auf Tim werfen zu können. Nach ca. zehn Minuten konnte ich endlich diesen überfüllten Bus verlassen und mich auf den Weg zu unserem Treffpunkt machen. Als ich ankam, waren die Meisten schon da, da mein Bus immer sehr knapp vor Schulbeginn die Schulgebäude erreichte.

Auch Tim saß an die Wand gelehnt mit seinem Laptop auf dem Schoß da. Seine Hose rutschte beim Sitzen etwas über seine Knöchel hoch, sodass ich seine Beinhaare sehen konnte, da ich schon die ganze Zeit an ihn dachte und ich eine angenehme Beinbehaarung sowieso erregend finde, musste ich wohl etwas auffällig hingeschaut haben denn er sprach mich auf einmal auf seine Schuhe an. In der Aufregung, dass ihm mein Verhalten irgendwie auffiel, bemerkte ich seine eigentlich auffälligen Schuhe gar nicht und schaute nur etwas verwirrt drein. Tim lachte und ich erinnerte mich daran, dass er bei der freiwilligen Feuerwehr tätig war, und fragte ihn: „Hasst du deine Feuerwehr Schuhe an, oder was sind das für welche?“

Er antwortete mir: „Ja, das sind meine Stahlkappenschuhe, ob du es glaubst oder nicht, darin kann ich wirklich gut rennen, sie sind sehr stabil und behindern mich in keinster weiße.“ Ich erwiderte seine Ausführungen nur mit einem simplem Okay , weil ich meine Aufmerksamkeit seiner Arbeitshosenhose schenkte, die ihn irgendwie attraktiver machte. Unser Interagieren wurde von dem Lehrer unterbrochen, der uns zum Veranstaltungsplatz führte, der zum Glück nicht allzu weit von der Schule entfernt lag. Dort angekommen standen alle durcheinander da und keiner schien zu wissen, wie der Ablauf ist, übliche Schulveranstaltungen eben. Ich nutzte diese Gelegenheit und verschwand in den Umkleideräumen, die noch leer waren. Die Umkleiden sind Sammelkabinen und schon sehr in die Jahre gekommen.

Ich zog mich schnell um und als ich grade dabei war meine lange Sporthose anzuziehen, öffnete sich die Kabinentür und ein Paar Leute kamen herein. Unglücklicherweise war Tim nicht dabei, also zog ich mich schnell fertig an und verließ den Raum. Draußen gesellte ich mich zu den Anderen, Tim war nicht zu sehen, er musste nach mir in eine der anderen Kabinen gegangen sein. Als alle aus meiner Klasse wieder versammelt waren erklärte unser Lehrer uns den Ablauf, kurz zusammengefasst ging es darum als Klasse in Teamarbeit an verschiedenen Stationen Punkte zu sammeln, die drei Klassen mit den meisten Punkten würden am Ende in einer Siegerehrung genannt werden, nichts Besonderes. Wir als Informatikerklasse würden sowieso einen natürlichen Nachteil haben. Mir fiel auf, dass Tim eine kurze Sporthose trug, obwohl es noch relativ Kalt war. Ich fragte in also: „Dir ist wohl nicht kalt?“, er antwortete mir mit einem Lächeln: „Nein, bin das gewöhnt, so kalt ist es doch aber gar nicht, du bist ziemlich Kälte empfindlich, oder?“ „Nun ja“, erwiderte ich, „Mir ist es jedenfalls zu kalt, um ohne lange Hose herumzulaufen, wobei ich dir eingestehen muss, dass ich manchmal wirklich etwas überempfindlich bin.“

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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