Der spendable Gast

Schwule Kurzgeschichten

Was mich betrifft, so habe ich meinen Traumjob gefunden. Ich bin 19 Jahre alt und in einem grossen Nobelhotel als Page angestellt. Eine Ausbildung dazu habe ich nicht gemacht. Als der Direktor mir diese Anstellung verschaffte, meinte er entzückt: „Junge! Allein durch dein anmutiges Wesen gewinnst du die Sympathie unserer Gäste! “ Er sollte recht bekommen. Warum der Direktor persönlich mir zu dieser Position verhalf? Normalerweise gibt der sich nämlich mit so Kleinkram gar nicht ab.

Es begann, als er bei einem seiner nachmittäglichen Spaziergänge im Stadtpark auf mich aufmerksam wurde. Er sass auf einer Bank, die Hände auf seinem mit Silber verzierten Stockknauf stützend. Mich dabei beobachtend, wie ich in der Anlage ein paar Blumen pflückte. Ihn faszinierte meine grazile, fast mädchenhafte Gestalt: Mein langes, blondes Haar, das mir vorne keck bis über meine Stupsnase fiel. Meine blauen Augen, klar wie ein Gebirgssee. Umrahmt mit langen, seidigen Wimpern. Meine vollen, roten Lippen. Mein blasser Teint. Ich sah plötzlich, dass er mir Zeichen machte, zu ihm zu kommen. „Weisst du. Eigentlich ist es verboten, hier im Park Blumen zu pflücken, aber einem so hübschen Jungen wie dir kann man glaube ich nichts übelnehmen. “ Er schmunzelte. „Wie heisst du denn? “ „Pascal, gnädiger Herr“, antwortete ich etwas schüchtern. Er ergriff meine schlanke Hand. „Pascal, was hältst du davon, als Hotelpage für mich zu arbeiten? Meine Gäste würden sich sicher über einen so hübschen Jüngling wie dich freuen. Du wirst gut verdienen und meinen persönlichen Schutz geniessen. Nur wärst du dann ständig im Dienst. Müsstest manchmal auch noch nach Feierabend den Gästen gewisse Gefälligkeiten erweisen. Wäre das etwas für dich? “ Vor Staunen blieb mir der Mund offen. „Dann ist dieser grosse Palast da drüben IHR Hotel? “ Er nickte. „Wow! Ja, gerne, gnädiger Herr! “ „Komm mit. Ich werde dir persönlich alles zeigen“. Er legte beim Zurückgehen seinen Arm um meine Schulter und zusammen betraten wir den Haupteingang (nicht den Personaleingang! ). Staunend blickte ich mich in der riesigen Eingangshalle um. Der neoklassizistische Stil und die grossen Orientteppiche gefielen mir gut. Aber besonders die gewaltigen Kronleuchter aus echtem Bergkristall faszinierten mich. Er führte mich ein paar Treppen hinunter zur Kleiderkammer. Zu dieser Zeit war niemand anwesend. „Der Direktor wird dich jetzt persönlich ankleiden. “ Er zog mir sorgsam meine Kleider aus und legte sie über eine Stuhllehne. Fasziniert betrachtete er meinen schlanken, nackten Körper und fuhr mir mit der rechten Hand über meinen, mit zartem Flaum bewachsenen Po. Strich sanft über meinen herabhängenden Hodensack und meinen schmalen, langen Penis. Zärtlich küsste er mich dann auf meine Lippen. Zuerst erschrak ich etwas, doch dann empfand ich es als sehr angenehm. Sogar beim Anziehen der neuen Uniform half er mir. Er meinte, die genüge vollkommen. Ich bräuchte sonst keine Kleider. Er schloss mir die goldenen, blankpolierten Knöpfe der smaragdgrünen Jacke mit schwarzem Stehkragen. Setzte mir das gleichfarbige Käppi mit goldenem Streifen und Kinnriemen auf. Die schwarze Hose mit dem weissen Längsstreifen an den Beinen war aber leider etwas zu kurz. Um diesen Makel zu kompensieren, holte er mir aus einem Schrank ein Paar Chelsea-Stiefel. Original aus Liverpool. Handgefertigt aus schwarzem Glattleder, mit 5cm hohen Absätzen. Ich konnte mich im Spiegel nicht genug sattsehen. Ein neuer Hotelpage war geboren.

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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