Der falsche Priester

Schwule Kurzgeschichten

Prolog

Ich liebe es meine Triebe an ungewöhnlichen Orten und mit Menschen auszuleben, die davon nicht unbedingt etwas mitbekommen, das sei hier nur mal so am Rande erwähnt.

Es war ein brütend heißer Tag, ich stand frisch geduscht nackt in meinem Schlafzimmer und hatte gerade meinen Cockring angelegt. Bei dem Gedanken, was ich heute wohl erleben würde schwoll mein Schwanz bereits mächtig an.
Schnell schlüpfte ich in die Soutane und passende Schuhe, setzte mir zur Krönung ein Barrett auf und verließ ich meine Wohnung um den Bus ins Zentrum zu nehmen.
Für meine Neigung eignet sich eine Domstadt am besten, denn in solch einem Gotteshaus ist immer reger Verkehr und es fällt niemandem auf, wenn ein unbekannter Geistlicher einen Beichtstuhl betritt.

1. Kapitel

In der Kirche roch es nach Weihrauch und jemand probte an der großen Orgel ein Musikstück ein.
Ich hatte mich für einen der hinteren Beichtstühle im rechten Seitenschiff entschieden, und nachdem ich die Lage gecheckt hatte, mir es hinter der Priestertür gemütlich gemacht, soweit es die Enge der kleinen Kabine zuließ.
Lange brauchte ich nicht zu warten, bis ein erster Bußfertiger sich hinter dem kleinen Gitter auf der rechten Seite niederkniete.

„Vater vergebt mir, ich habe gesündigt“, eine warme, angenehme Stimme.
Wie alt mochte der Mann sein? „Nun, so bekenne deine Sünden, damit ich dir eine angemessene Buße auferlegen und sie dir dann, im Namen des Herrn vergeben kann.“
Er druckste etwas herum, beichtete nachlässige Alltagssünden aber etwas belastete ihn spürbar.
„Nun sag mir doch, was dich wirklich bedrückt, erleichtere dein Gewissen“ redete ich ihm zu.
„Ich habe meine Frau betrogen“, seine Stimme wurde immer leiser und stockender.
„Das ist in der Tat eine schwere Sünde, wie kam es dazu, war die Andere denn so attraktiv oder hat sie dich verführt?“
Er murmelte etwas unverständliches, merkte aber nach einem Räuspern von mir, dass er doch lauter sprechen musste.
„Es war keine Frau, ich habe es mit einem Mann getrieben.“
Mein kleiner Freund nahm gewaltig an Größe zu und ich musste ihn unbedingt anfassen, musste edgen. Das Geständnis hatte nun endlich seine Zunge gelockert und er redete sich nun alles von der Seele.
„Wir haben einen kleinen Sohn, kaum ein halbes Jahr alt. Aber seitdem der Kleine auf der Welt ist, ist er der Mittelpunkt und alles dreht sich nur noch um ihn. Meine Annäherungsversuche hat sie alle ignoriert, sie will überhaupt keinen Sex mehr.“
Ich hatte die Soutane mittlerweile bis knapp unter dem Nabel herauf aufgeknöpft und wichste das Zeug hielt. Ich musste nur aufpassen, dass ich nicht zu schnaufen anfing, sonst würde er die Lunte riechen.
„Früher hat sie mir auch schon mal einen geblasen aber jetzt stößt sie mich nur noch zurück, fasst mich nicht einmal mehr an.“
Es war an der Zeit mal wieder einen Kommentar abzugeben, sonst würde er noch ewig so weiterjammern.
„Aber warum gerade mit einem Mann, bist du den bisexuell, fühlst du dich zu beiden Geschlechtern hingezogen?“
Ich war auf Geschäftsreise und habe in einem Wellnesshotel übernachtet. Es war ein langer Tag gewesen, der Hotelbesitzer hatte tausend verschiedene Änderungswünsche für seinen Internetauftritt. Er kam vom hundertstel ins tausendstel und es war kaum möglich das alles strukturiert zu protokollieren.
Bevor ich zum Abendessen gehen wollte, hatte ich vor, noch kurz ins Wasser zu springen und ein, zwei Saunagänge zu machen.
Im Dampfbad ist es dann passiert, es waren nur Männer in dem Raum und wir saßen ziemlich eng beieinander. Da spürte ich eine Hand an meinem Bein und kurze Zeit später war diese Hand weitergewandert, lag nun auf der Innenseite meines Schenkels und einer der Finger streichelte sanft meinen Sack.“
Bow, dieser Lümmel, bei mir floss der Geilsaft, ich schwitzte mir die Seele aus dem Leib.
„Warum hast du denn die Hand nicht entschieden weggeschoben?“ wollte ich wissen.
„Ich war so ausgehungert, ich habe diese Berührung so genossen!“, seine Stimme war wieder leiser geworden.
„Und das war alles, mehr ist nicht passiert?“,  ich musste mich beherrschen bei der Vorstellung nicht gleich abzuspritzen.
„Nein, das war nicht alles. Sobald wir nur noch zu zweit im Dampf waren, griff er beherzt an meinen steinharten Ständer und hatte mir im Nullkommanix einen runtergeholt!“
Das war’s, schoss mir der Gedanke durch den Kopf aber da sprach er auch schon weiter.
„Wir sind danach zusammen zum Essen gegangen, haben geredet und gemerkt, wie sehr wir uns mögen. Das hat gereicht um die Nacht zusammen in einem Zimmer zu verbringen. Wir haben es dann noch mehrfach getrieben, bis hin zum Verkehr.“
Fast hätte ich abgerotzt, ich konnte mir gerade noch mit einem festen Griff an die Wurzel helfen.
„Hast du denn deinen Fehltritt deiner Frau gestanden?“, ich fächelte mir Luft zu.
„Nein, das habe ich nicht und was noch viel schlimmer ist, ich habe mich in diesen Mann verliebt. Was soll ich nur tun?“
„Das ist eine ernste Situation, du musst dich entscheiden, entweder Frau und Kind oder diesen Mann.“, ups, ein echter Pfarrer hätte so was nie von sich gegeben. Aber er bemerkte meinen Faux Pas nicht.
„Werden Sie mich von meinen Sünden freisprechen?“
Nun war ich in der Klemme, ich musste ihm ja noch irgendeine Buße auferlegen.
„Gehe in dich mein Sohn, prüfe dein Herz und dann entscheide, wie du leben möchtest. Wir sind alle Menschen und wir mach alle Fehler. Das ist Buße genug, Ego te absolvo…

Nachdem er den Beichtstuhl verlassen hatte, lugte ich aus meinem Fenster um zu sehen, ob noch weitere Bußfertige in den Bänken saßen. Nachdem ich niemanden erspäht hatte,
befreite ich mich von meinem Cockring, zog eine knappe Unterhose an, knöpfte die Soutane zu und verließ das Gotteshaus.
Morgen, so nahm ich mir fest vor, würde ich wieder hingehen, mich erregten die Beichten.

Fortsetzung folgt

 

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Über Lothar du Mont Jacques 8 Artikel
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