Den Rachen geöffnet

Schwule Kurzgeschichten

Seit meinen ersten Kontakten mit homosexuellen Geschlechtspartnern, sind etwa 4 oder 5 Jahre vergangen. Mit meinen 24 Jahren habe ich doch allerhand erlebt auf sexuellem Gebiet. Inzwischen hat sich der starke Trieb in die normaleren Bahnen leiten lassen und wird ab und zu mit einer Freundin auf durchschnittlichem Weg abreagiert. In diesen jungen Jahren läuft auch sehr viel in Bezug auf Freizeit und Gesellschaft, was die nächtlichen Ausflüge in die anders artigen Geschlechtsbeziehungen ein wenig in den hinter Grund drängen lies. Doch per Zufall führte mein Weg eines Abends an einem Stadtpark vorbei, den ich früher noch nie aufsuchte, um meine Lust zu stillen. Dass an diesem Ort Männerbekanntschaften geknüpft werden, wusste ich vor diesem Zeitpunkt noch nicht sicher. Ich vermutete damals, dass die meisten solcher Parkanlagen mit Pissoir oder WC für den männlichen Strich benutzt werden. Ich musste mal, so oder so und begab mich an diesen Ort, um meine Blase zu entlasten. Das Pissoir steht an einer Ecke dieses Parks, integriert mit einem Kiosk und einer Strassenbahnhaltestelle. Nichts ahnend gehe ich in diese Entleerungsstätte und erledige mein Geschäft. Als ich so an der Wand stehe und mein Wasser von mir gebe, stupfte mich eine Laus. Es wäre doch ein Wunder wenn ich nicht einen Spielpartner in dieser Parkanlage finden würde. So bin ich langsam warm geworden, für ein sexuelles Erlebnis vor dem Schlafen gehen. In diesem Park hat es sicher ein Homo, der etwas mit mir machen will, war meine innere Vermutung. Könnte doch sein, schon weil das Pissoir im näheren Bahnhofpark abgerissen wurde.
Es musste einer Strassenkorrektur weichen. Ein Bedauern für manchen Stricher und Freund der gleichgeschlechtlichen Liebe.

Da es noch sehr früh am Abend ist, spaziere ich nach dem erledigen des nassen Geschäfts, erst einmal durch den Park. Gedankenverloren komme ich auf meinem Weg in eine Ecke des Parks, wo viele Büsche den Blick auf die aussen vorbeigehenden Spaziergänger verdecken. Der Weg macht in diesem leichten Dickicht einige verschlungene Biegungen so dass man auch nicht vom Anfang bis ans Ende sehen kann. Ausgerechnet in diesem undurchsichtigen Teil des Park treffe ich auf einen dunklen Afrikaner. Was will der hier und noch so früh am Abend. Ich beobachte ihn aus einiger Distanz. Er hat mich natürlich auch entdeckt und nimmt mich in Augenschein. Was mache ich jetzt. Wie zeige ich ihm meine homosexuelle Lust. Oder ist er keiner, der etwas sucht, auf diesen Gebiet.
In das Pissoir zurück zu gehen war noch etwas zu früh, es hat noch zu viele Normale in der Gegend. Ich kehre mich um und spaziere darum langsam in eine andere, auch mit etwas Büschen getarnte Ecke dieses Parks.
Kommt er mir nach oder kommt er nicht?
Doch der Afrikaner kommt mir dort hin nach. Ich bleibe stehen und warte auf das, was er nun unternehmen wird.

Er ist einiges grösser als ich.
Ich muss nicht lange auf seine Reaktion warten, er kommt langsam auf mich zu und fragt mich ganz unverfroren:
„Was ist, hast du Lust auf eine schwarze Stange?“
Dabei streicht er mit einer Hand vom Hosenbund über die Gegend wo sein Geschlecht versorgt ist. Unweigerlich schaue ich seiner Handbewegung nach und erkenne eine kräftige Ausbuchtung in seinen Hosen.

Mit schwarzen Männern hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Vergnügen. Im Innern hatte ich aber doch etwas Dusel vor diesem Typen, hauptsächlich wegen seiner Grösse. Ich stellte mir auch vor, wie gross sein Geschlechtsapparat sein muss, der in seinen Hosen steckt. Man sagt in Volksmund die Afrikaner haben lange Geschlechtsteile und sie sollen aber nicht so steif werden wie unsere.
Der Trieb aber, treibt mich sofort zu folgender Antwort.
„Wäre mal etwas anderes, habe noch keine Erfahrung mit einem dunkelhäutigen Menschen.“
Es läuft mir schon wieder kalt den Rücken hinunter, wie jedesmal, wenn mich einer anspricht. Angst, dass er mit mir etwas tun könne, das ich nicht will, hatte ich nicht.
Dass es etwas extrem anderes werde, vermutete ich noch nicht.
„Kannst zu mir nach Hause kommen, ich wohne ganz in der Nähe.“
Soll ich es wagen?
Ich blickte ihm in die Augen.
Aber in dieser dunklen Ecke und bei seinen dunklen Augen kann man nichts ergründen und trotzdem war meine Lust sehr stark, um mit ihm etwas Sexuelles zu erleben.
„Gut ich komme mit.“
Langsam drehte er sich um und spazierte davon.
Wenn ich etwas erleben will, muss ich ihm, wohl oder übel, folgen. Alle paar Schritte überzeugte er sich ob ich ihm auch nachkomme. Sein Gang war typisch für einen Afrikaner rund und weich.
Der eine Ausgang des Parks wurde bald erreicht. Dort ging er über die Strasse auf ein neueres Haus zu. Wenn seine Wohnung auf der Strassenseite liegt, kann er sicher den Park überblicken und ein Teil des männlichen Angebot in Augenschein nehmen, bevor er sich auf ein Stelldichein begibt.
„So da sind wir“, sagte er und mit einem Schlüssel öffnete er die Haustüre.
„Wir nehmen den Lift“, war seine nächste Bemerkung. Da die Kabine im Erdgeschoss steht öffnet er die Türe und lässt mir den Vortritt. Er kommt mir hinten nach.
In der Kabine stehen wir einander gegenüber und sehen uns das erstemal im Licht.
Ein leichtes schmunzeln zieht über sein Gesicht. Auch bemerkte ich, dass er etwas nach Parfüm roch, ganz wenig, nicht aufdringend, wie es ab und zu bei Homosexuellen üblich ist. Also hat er etwas übrig für die Körperpflege. Ich habe schon anders erlebt mit meinen früheren Bettgeschichten.
Sein Blick ist unergründbar und doch sehe ich etwas Lüsternes darin. Etwas Triumphierendes stelle ich fest. Hat er meinen Masochismus schon entziffert, dass er mich so durchdringend anschaut. Was hat er mit mir im Sinn? Aus seiner Augengestig komme ich nicht auf seine Gedanken. Warten wir es ab, er wird mich sicher nicht um die Ecke bringen.
Mit dem Lift fahren wir in einen der oberen Etagen.

Über marvin 1332 Artikel
Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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