Ausgeliefert Teil 1

Schwule Kurzgeschichten

Ich bin dabei ein Geschichte aufzuschreiben, die teilweise auf wahren Begebenheiten basiert. Ein Junge, der entdeckt, dass er gern nackt ist und verliert nach und nach die Kontrolle und es passieren Dinge, die nicht passieren sollten. Dies ist das 1. Kapitel (ein Prolog soll die Rahmenhandlung bilden). Mich interessiert, ob so eine Geschichte überhaupt jemanden interessiert. Es soll nicht ganz so hart wie „Ständer Stefan“ bzw. „Der gekaufte Exhibitionist“ sein sondern dichter an der Geschichte „Eine Woche Mafian@t“. Für jedes Feedback wäre ich dankbar.
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Kapitel 1
Es war wahrscheinlich der Sommeranfang 1995. Die Ferien standen vor der Tür aber es war einfach mal schon sehr heiß geworden im Juni. Ich war wohl gerade noch die letzten Tage in der 3. Klasse, war also 10. Auf die Sommerferien freute ich mich schon sehr. Wie zuvor würde ich diese bei den Großeltern auf dem Lande verbringen, damit meine Eltern auch mal etwas Ruhe hatten und für mich war das immer ein riesiges Abenteuer. Für ein Stadtkind wie mich war das etwas völlig anderes als die normale Umgebung. Obwohl auch unser Viertel recht grün war mit vielen Wiesen und Bäumen ist es doch eine Stadt und Land ist Land. Alles ist sehr natürlich und die Großeltern ließen auch alles durchgehen, wo es sonst klare Regeln gab: Aufstehen, Frühstücken, nicht zu viel Fernsehen, sich möglichst nicht ständig schmutzig machen. Das spielte dort keine Rolle. Man war immer dreckig und verschwitzt und tollte den ganzen Tag, wenn es nicht gerade regnete mit den Kindern aus dem Dorf, die ich schon lange kannte herum.

Das stand alles aber noch bevor. Jetzt war Juni und es war sehr heiß und schwül draußen. Ins Freibad durfte ich natürlich nicht allein gehen und so spielte ich mit anderen Jungs wahrscheinlich auf dem Spielplatz mit Klettergerüst und Sandkasten vor dem Haus. Da es wirklich sehr heiß war hatten wir nicht mehr als eine dünne luftige Boxershorts an oder wohl eher eine Turnhose, die so weit geschnitten war, dass überall genug Luft. Mehr nicht – kein Shirt oder so. Ich kann mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern, dazu ist es zu lange her, aber an Ralf kann ich mich noch erinnern. Er war aus der gleichen Schule, 2 Jahre über mir und schon ein gutes Stück größer als ich. Und kräftiger sowieso, da ich immer schon sehr dünn und schmächtig gewesen bin. Ralf wohnte im gleichen Block, zwei Hauseingänge weiter, d.h. wir waren quasi Nachbarn und sahen uns sehr häufig. Aber komischerweise spielten wir selten zusammen. Vielleicht, weil er ja doch deutlich älter war. Jedenfalls könnte das der Grund sein. Von ihm kam die Idee, der Hitze ein wenig zu entfliehen und in seinem Hauseingang bis ganz nach oben die Treppen hochzusteigen. Dort ist es zwar ein wenig stickiger als draußen aber die Kühle der Nordseite würde gut tun. Also stiegen wir zu zweit die 5 Etagen bis zur Dachbodentür hoch und setzten uns dort auf die letzte Stufe.

Ich weiß nicht mehr wie es dann dazu kam, vielleicht kitzelten wir uns, vielleicht balgten wir einfach herum, vielleicht war es auch dort sehr warm, jedenfalls versuchten wir uns gegenseitig die Shorts auszuziehen, was dann auch klappte, so dass wir nach einer Weile einfach zu zweit dort oben nackt herumsaßen. Ralf schaute mir auf meinen kleinen Pimmel und ich auf seinen. Probleme bereitete uns das soweit ich mich erinnern kann nicht, uns gegenseitig nackt zu sehen. Es war auch nicht so völlig abwegig, immer mal nackt zu sein. Auch in diesem Alter wo viele Jungs stets alles Erdenkliche tun, damit man ja nichts sieht, was man nicht zeigen will. Hier war das anders. Zwei Jungs, kichernd, ein wenig der Affenhitze draußen entflohen saßen nackt auf der obersten Dachbodentreppe. Ralfs Pimmel wurde davon ein wenig steif, bei mir passierte glaube ich nichts. Er erzählte mir, dass bei einem Jungen aus der Klasse der Pimmel im Spotunterricht so richtig steif geworden war und sich ein, wie er sagte „Zirkuszelt“ gebildet hatte, da dieser unter der Turnhose nichts drunter hatte. Wir kicherten wieder über die Peinlichkeit. Genau an diese Szene kann ich mich aber noch heute erinnern, insofern muss das für mich damals schon sehr spannend gewesen sein.

Auch hier weiß ich jetzt nicht mehr, wer auf die Idee kam, ich vermute aber Ralf, als der ältere von uns Beiden. Und damit auch kreative und erfahrenere. Jedenfalls ging es um die erste Mutprobe, die wir auch als solches ansahen. Nackt hier oben zu sitzen war zwar spannend aber was sollte passieren? Wenn jemand von unten hochkommt und zum Dachboden möchte, was eh sehr selten vorkommt, dann hätten wir blitzschnell unsere Hosen angezogen und wären runter gerannt. Das Spiel war jetzt wie folgt: Dazu muss man wissen, wie das Treppenhaus gebaut ist. Es ist relativ eng, die Stufen gingen hin und her mit fast 360 Grad Wendung dazwischen. Wenn man von ganz oben runter schaute, konnte man zwar den Eingang sehen, aber der Abstand zwischen dem Geländer auf der einen und anderen Seite war schmal. Mit großem Geschick hätte man einen kleinen Stein also von ganz oben durch den schmalen Abstand bis ganz unten fallen lassen können, mit einigem Glück auch noch einen Kaugummi, bei einem Stoffteil war es aber extrem unwahrscheinlich, dass dieses sich nicht unterwegs verfing und nur eine oder zwei oder vielleicht auch drei Etagen schaffte. Nun zu dem Spiel: Ralf nahm meine Hose und ließ sie so gut es ging in diesem Zwischenraum fallen. Dann „durfte“ ich diese holen, also nackt runter rennen, die Hose schnappen und wieder hoch. Dann war ich dran.

Wir gaben uns natürlich alle Mühe, so geschickt wie möglich zu werfen, damit der andere möglichst weit runter rennen muss. Allein dass die Möglichkeit bestand, dass eine der Wohnungstüren aufging an der man gerade vorbei saust, muss ein solches Kribbeln erzeugt haben, dass ich das noch immer weiß. Wir sollten aber ganz vergessen haben, dass es noch eine andere Möglichkeit gab, uns beim den Spiel zu sehen. Das Treppenhaus hatte nämlich eine Glasfront auf der einen Seite und dort musste man ja immer vorbeiflitzen. Irgendwie wurden wir immer geschickter im Werfen und die Hosen landeten zwar noch nicht ganz unten, aber fast. Man gab sich auch viel Mühe, damit die Aufgabe immer schwieriger wurde. Irgendwann hatten wir dann aber Schluss gemacht. Vielleicht klappte auch ganz unten die Tür und wer gerade dran war sauste schnell hoch. Dann war Schluss und wir verschwitzt. Wir zogen uns wieder an und liefen runter.
Abends dann ein Schock. Meine Mutter wollte dringend mit mir sprechen. Sie sprach mich direkt darauf an, was ich denn da mit Ralf am Nachmittag gemacht hätte und dass man das nicht macht. Ich wurde sicher knallrot im Gesicht und druckste herum, dass es heiß war und wir dann auf so eine blöde Idee gekommen sind. Eine Frau aus der Nachbarschaft hatte uns nämlich gesehen, sagte meine Mutter und es ihr dann gleich berichtet. Es war alles nur ein unschuldiges Spiel zweier kleiner Jungs, aber das erste Ereignis, an welches ich mich erinnern kann, wo ich es ganz offenbar kribbelnd (heute würde man sagen „geil“ aber das Wort kannte ich damals nicht) fand, mit meiner Nacktheit zu spielen.

 

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Über Pankower68 1 Artikel
Ich bin dabei eine Geschichte zu Schreiben, welche teils auf wahren Begebenheiten beruht. Es geht um einen anfangs 12jährigen Jungen der früh erkennt, dass er sich gern vor anderen präsentiert und verfängt sich dadurch in einem gefährlichen Netz. Es ist nicht so abgefahren wie "Der gekaufte Exhibitionist" und angelehnt an dem Buch "Eine Woche Mafian@t". Ich weiß allerdings nicht, ob das jemanden interessiert. Falls doch, dann könnte ich vorab eine Leseprobe per ebook schicken.

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