Archivkeller mit Überraschung – 3

Schwule Kurzgeschichten

Leider verging die Zeit wieder wie im Flug und eines Morgens kam unser Abteilungsleiter um uns mitzuteilen, dass Lukas (unsere Aushilfskraft) ab sofort nicht mehr kommen wird. Seine Arbeit ist abgeschlossen und nun läuft alles wieder wie gehabt.
Kann schon sein dachte ich, aber nicht für Rudi und für mich. Wir drei hatten uns doch so herrlich im Archivkeller vergnügt. Jetzt war es also vorbei. Das musste ich unbedingt Rudi mitteilen, falls er es noch nicht schon wusste.

Bei nächster Gelegenheit verschwand ich ins Archiv. Es war wie immer sehr dunkel in diesem Verlies und mir schien als wäre es heute noch einen Tick dunkler als sonst. Tatsächlich war nur ein Teil der Beleuchtung an und nur im hintersten Winkel, am Schreibtisch des Archivars war eine winzige Leselampe an. Rudi saß dort und wie mir schien blätterte er in irgendwelchen Unterlagen. Schon aus einiger Entfernung rief ich ihm zu: „Hey Rudi, weißt du schon das Neueste? Lukas kommt nicht mehr!“ Er dreht nur leicht den Kopf in meine Richtung und sagte: „Was? Das gibt es doch gar nicht! Warum?“

Irgendwie war seine Reaktion schon komisch und wie er da so saß – ohne sich zu bewegen. Ich fragte ihn ob alles in Ordnung sei. Ein rasches (für mich zu rasches), alles Bestens – mir fehlt nichts machte mich etwas stutzig, denn es passte so gar nicht zu seinem sonstigen Verhalten. Als ich noch näher auf ihn zuging hatte ich das dumme Gefühl ich störe ihn und es ist ihm unangenehm, dass ich in den Keller gekommen bin. Mit seinen Oberkörper drückte er sich nun gegen die Schreibtischplatte, stützte sich mit den Unterarmen ebenfalls dort auf und tat sehr beschäftigt. So kannte ich ihn eigentlich überhaupt nicht und ich war mir sicher, es war auch nicht wegen meiner Nachricht von Lukas. Also stellte ich mich erst mal neben ihn, sagte nichts und versuchte einen Blick auf diese wichtigen Unterlagen zu werfen. Diese stellten sich schnell als ein Pornomagazin heraus. Ich sagte ihm, ich kenn solche Magazine auch, die muss er nicht vor mir verstecken und außerdem kann er anschauen was er will. Er murmelte irgendetwas Unverständliches als Antwort und blieb weiterhin sehr abweisend.

Das sollte ihn aber nichts bringen, denn jetzt wurde ich neugierig. Ich war sicher, das Heftchen war nicht alles – wenn es überhaupt der Grund war. Also blieb ich weiterhin neben ihn stehen und schaute ebenfalls interessiert und angestrengt auf die geilen Fotos. Darüber war er zwar nicht besonders glücklich, hatte aber, wie es schien auch keine größeren Einwände. Ganz nebenbei versuchte ich die nähere Umgebung zu erkunden. Als erstes fiel mir seine seltsame Sitzhaltung auf, alles wirkte so steif, so gekünstelt. Warum, wenn er schon so an den Tisch gepresst da saß spreizte er sein Bein oder waren es beide, so unnatürlich ab? Und warum hatte er heute diesen komischen grauen Arbeitsmantel an. Es war aller sehr merkwürdig.

Langsam dämmerte es mir, er hatte bestimmt seinen Schwanz ausgepackt und war am wichsen! Eigenartigerweise hatte er doch noch nie Hemmungen diesbezüglich wenn ich dazu kam. Egal wie, jetzt wollte ich ganz genau wissen, was hier vorging. So unauffällig wie nur möglich spielte ich mit meinem Schlüsselbund. Rudi hatte dafür zum Glück keinen Blick übrig. Dort befand sich eine kleine Taschenlampe als Anhänger. Eben, in diesem Moment war mir als hätte sich unter dem Tisch etwas bewegt, aber ich konnte es nicht einordnen. Rudi hat wohl irgendeine Reaktion an mir bemerkt, zuckte geistesgegenwärtig mit seinem Bein um mich zu beruhigen. Um keine weitere Aufmerksamkeit zu erzeugen versuchte ich so zu wirken als hätte ich nichts mitbekommen. Weiter betrachtete ich die Bilder und gab Kommentare zu den abgebildeten Schwänzen oder Stellungen ab. Rudi schien mit meinem Verhalten zufrieden zu sein, er gab sich auf alle Fälle so, wenn er auch wortkarg blieb. Aus dem Augenwinkel beobachtete ich weiterhin ob sich unter dem Tisch was regte.
Nach einiger Zeit war wieder diese undefinierbare Bewegung. Es war wie ein Schatten im Dunklen – anders kann ich es nicht beschreiben.
Als wäre es ein Versehen bei meiner Spielerei drückte ich auf den Knopf der Taschenlampe und lüftete das Geheimnis.

Tatsächlich, da kauerte jemand unter dem Tisch. Mensch, was machst du den da entfuhr es Rudi ziemlich entsetzt, kannst du nicht aufpassen bei deiner ewigen Spielerei. Er schien sichtlich genervt zu sein, aber warum? So schnell wie er sich aufregte, beruhigter sich auch wieder und meinte nur, jetzt ist es auch schon egal, kannst ruhig heraus kommen. Diese Worte richtete er, sich unter den Tisch beugend an den Kerl. Das war, wie sich nun zeigte ein junger Asiate, der nun splitternackt hervor kroch. Verlegen stand er nun vor uns und wusste nicht wohin mit seinen Händen. Wie und was sollte er als erstes bedecken. Rudi hatte, wie ich schon vermutete mit offener Hose dort gesessen und der Bursche sollte ihn einen blasen. Der Alte Gauner wollte dieses Bürschlein doch tatsächlich vor mir verstecken!

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Hi! Ich habe im Moment nicht viel zu sagen. :-)

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