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Fistel


Fisteln entstehen in der Regel durch entzündliche Prozesse oder Verletzungen. Sie können aber auch als künstlicher Ausführungsgang angelegt werden oder schon von Geburt an vorhanden sein. 

Fisteln sind angeborene oder erworbene röhrenförmige Gänge zwischen dem Körperinneren und der Körperoberfläche oder zwischen zwei inneren Organen. Eine Fistel kann also zum Beispiel von einem Hohlorgan - etwa dem Darm - zur Hautoberfläche führen oder eine Verbindung zwischen zwei verschiedenen Organen schaffen, beispielsweise dem Darm und der Blase.

Besteht eine Fistel zwischen verschiedenen Abschnitten innerhalb eines Organs im Sinne eines Kurzschlusses, wie dies etwa im Darm oder auch zwischen Blutgefäßen möglich ist, spricht man von einem Shunt. Bei einer mikroskopischen Untersuchung zeigt sich, dass Fisteln und Shunts mit einem besonderen Belag aus Epithelzellen ausgekleidet sind, so dass eine glatte hautähnliche Oberfläche entsteht, die dem Oberflächengewebe sehr ähnelt.

Angeborene Fistel


Die wohl ernsteste Form einer angeborenen Fistel ist die Verbindung zwischen Luftröhre und Speiseröhre, die Tracheoösophagealfistel. Ein solcher Fistelgang macht die normale Ernährung eines Säuglings unmöglich, weil die Milch nicht in den Magen, sondern in die Lunge gelangt und zu Erstickungsanfällen führt. Es gibt verschiedene Erscheinungsformen dieser Missbildung, die alle sofort nach der Geburt oder in den ersten Lebenstagen operativ behandelt werden müssen.

Fisteln im Blutkreislauf


Fisteln im Blutkreislauf können ebenfalls von Geburt an vorhanden sein. Das Blut gelangt dann nicht auf dem vorgesehenen Weg durch den Körper, sondern fließt im Kurzschluss ungenutzt wieder zum Herzen zurück. Ob Symptome entstehen, die eine Operation erforderlich machen, hängt dabei ganz von der Größe dieser Verbindung ab.

Verschiedene innere Infektionen können zur Bildung von Fisteln führen; ein Beispiel ist die Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis), eine seltene Knocheninfektion, die besonders schlecht auf Antibiotika anspricht, weil die Knochen kaum mit Blut versorgt werden und die Medikamente, die mit dem Blut transportiert werden, den Ort der Entzündung auf diesem Weg nur schlecht erreichen können. Aus diesem Grund sind Knochenmarkentzündungen meist langwierig. Es bildet sich im Knochen Eiter, der sich einen Weg durch die Gewebe bahnt und schließlich durch eine Wunde in der Haut abfließt. Zwischen dem entzündeten Knochen und der Haut entsteht dann ein Fistelgang, aus dem Eiter austritt.

Die Behandlung dieser ziemlich schmerzhaften Infektion besteht in der Verabreichung von Antibiotika über viele Monate hinweg und in der operativen Entfernung der infizierten Knochenteile.

Mastdarmfistel


Eine Entzündung im Anusbereich (After) führt eventuell dazu, dass zwischen Haut und Mastdarmwand eine Fistel entsteht. Ursache einer solchen Fistel ist beispielsweise ein unbehandelter Abszess (Eiterherd) oder auch eine Entzündung des Darms. Aus einer Mastdarmfistel kann neben Eiter auch Kot austreten. Ein operativer Eingriff ist erforderlich, und es dauert meist sehr lange, bis die Fistel ausheilt.

Fisteln nach Bauchoperationen


Nach einer Bauchoperation, bei der auch der Darm operiert wurde, kann gelegentlich eine Infektion an der Operationsstelle auftreten, die sich eine Abflussmöglichkeit durch die Bauchhaut sucht, oft durch den ursprünglichen chirurgischen Einschnitt. Eventuell bildet sich dann eine Fistel zwischen Darm und Haut, so dass der Darminhalt an der Hautoberfläche austreten kann. Diese Kotfistel heilt jedoch im Gegensatz zu den meisten anderen Fistelarten in der Mehrzahl der Fälle von allein ab.

Hält ein Chirurg bei einer Operation eine Infektion für möglich, legt er vorsorglich einen künstlichen Fistelgang an, indem er ein Plastikröhrchen in die Wunde einsetzt, so dass bei einer späteren Infektion die sich ansammelnde Flüssigkeit in eine Drainageflasche oder an die Hautoberfläche abfließen kann. Wenn die Entzündung abgeklungen ist, wird das Röhrchen wieder entfernt, und der Kanal schließt sich dann rasch.


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