Inkontinenz durch Kaffee

Inkontinenz durch Kaffee - © carlosseller - Fotolia

Zwei Tassen Kaffee täglich können eine männliche Inkontinenz nicht nur verschlimmern, sondern sogar auslösen. Zu diesem Schluss sind Forscher der University of Alabama gekommen und weisen darauf hin, dass Koffein die Harnblase reizt. Vorgehende Studien konnten bislang nur den Zusammenhang zwischen Kaffee und Inkontinenz bei Frauen feststellen.

Rund 4.000 Männer wurden zu ihrem Inkontinenz-Zustand sowie zu ihrem Kaffee- und Wasser-Konsum befragt. Diejenigen, die mehr als 392 Milligramm Koffein pro Tag zu sich nahmen, hatten ein mehr als doppelt so hohes Risiko einer unkontrollierten Harnfunktion. Bei Wasser hingegen konnte diese Auswirkung nicht festgestellt werden.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

„Dass Koffein Inkontinenz auslösen kann, bezweifle ich. Es ist jedoch so, dass Teein und Koffein sie generell fördern können“, erklärt Petra Myslik, Fachschwester für Kontinenz und Stoma.

Um eine adäquate Behandlung für Betroffene zu gewährleisten, muss primär eine umfassende anamnästische Untersuchung für die Ursache des Problems stattfinden. „Inkontinenz tritt in vielerlei Formen auf, hat bei Frauen und Männern unterschiedliche Auslöser und lässt sich daher auch nicht vergleichen“, so die Expertin. Bei Männern könne unter anderem eine zu große Prostata oder die Entfernung dieser die Schwäche begünstigen.

Training des Beckenbodens beugt vor

Inkontinenz ist keine altersbedingte Erkrankung. Sie tritt am häufigsten ab dem Alter von 50 Jahren ein. Eine präventive Maßnahme ist das richtige Training der Beckenbodenmuskulatur, in dem die Schließmuskeln wiederholend zusammengezogen werden.

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